Reiseberichte - Elberadweg in Tschechien

Kommentare

Birgitt P. replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,

Sie hatten freundlicherweise bei meiner Fahrradtour durch die Tschechische Republik geholfen. Der Transfer von Zittau nach Spindleruv Mlyn und die Übernachtungen waren alle ok gewesen. Ich war überrascht, dass überall deutsch gesprochen wurde. Sogar junge Leute sprachen deutsch. Auch war die Landschaft entlang der Elbe sehr abwechslungsreich. Sie haben ein sehr schönes Land. Der Fahrradweg war sehr gut ausgeschildert und sehr gut befahrbar. Es gab nur drei kurze Strecken, wo man nicht radeln konnte.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in "Neue Jahr".

Mit freundlichen Grüßen
Birgitt P.

Bernhard replied on -

Zurück von unserer Elberadtour von der Quelle bis zur Mündung möchten wir nicht versäumen Herrn Bednar unser Lob auszusprechen. Die Anfahrt Děčín nach Špindlerův Mlyn sowie die Unterkünfte in Tschechien waren perfekt organisiert und entsprachen voll unseren Erwartungen.

Wir haben speziell die Tour durch das gastliche und kulturell interessante Tschechien sehr genossen. Hier haben wir unsere Eindrücke zusammen gefasst: http://felias-fogg.de/blog/?p=1116

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen

Bernhard und Andrea N.

Axel L. replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,
wir haben unsere Elbe Fahrradtour gestern in Dresden beendet. Ich möchte Ihnen noch mitteilen, dass alles sehr gut organisiert war. Der Transfer nach Spindlerův Myln hat gut geklappt und mit den Übernachtungen war auch alles gut. Die Hotels und Pensionen hatten Sie gut ausgewählt. Vielen Dank für Ihre Organisation unseres Urlaubes.
Der Radweg war streckenweise etwas anstrengend. Insbesondere im oberen Teil war der Radweg noch nicht so gut ausgebaut, dafür war die Ausschilderung "Nr.2" fast durchgehend sehr gut.

Herzliche Grüße
Axel L.

Andreas L. replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,
gestern sind wir von der bei Ihnen gebuchten Tour wohlbehalten zurückgekommen. Es war eine herrliche Tour bei schönstem Wetter und immer Rückenwind aus Osten. Die Tourenlänge mit etwa 50 km war genau richtig, wir konnten uns unterwegs die vielen schönen Städte und Sehenswürdigkeiten ausgiebig anschauen. Ihre ausgesuchten Hotels und Pensionen waren gut und wir wurden überall freundlich empfangen. Besonders das Hotel am ersten und am letzten Tag ist sehr zu empfehlen. Wir haben sehr viele positive Eindrücke von unserem Nachbarland gewonnen.
Auch der Fahrradtransfer vom Hauptbahnhof Dresden nach Spindlermühle hat hervorragend geklappt. Herr Touschek hat unsere vier Fahrräder sauber verstaut und uns sehr sicher nach Spindlermühle gebracht. Auch seine Informationen unterwegs waren sehr hilfreich.

Vielen Dank für Ihre gute Vorbereitung und den fairen Preis.

Mit freundlichen Grüßen nach Decin!
Andreas L.

Heinz J. replied on -

Die Elbe seitwärts

Vom Riesengebirge zum Elbsandsteingebirge- der Weg ist unser Ziel

Es ist schon bemerkenswert, wenn 5 Senioren einer Rudolstädter Doppelkopfrunde eine Elbradtour unternehmen. Umso mehr, da es sich bei diesem Vorhaben um den 380 km langen Abschnitt in Tschechien, von Spindlermühle (Spindleruv Mlýn) bis Bad Schandau handelt. Denn die Strecke bis Cuxhaven haben die 62- 75 jährigen Herren bereits kennengelernt. In diesem Fall nehmen wir gerne die Hilfe eines tschechischen Reiseveranstalters in Anspruch, der für die gewünschten Tagesstrecken zwischen 92 und 66 km die Quartiere und das Kartenmaterial bereitstellt.
Mit einem Kleinbus und Hänger reisen wir Mitte Juni in Spindlermühle an, um am nächsten Tag der Elbquelle (Pramen Labe) einen Besuch abzustatten. Dazu geht es vom Ort mit dem Sessellift hoch ins Böhmische Riesengebirge und auf einem gut begehbaren Kammweg, von dem wir auch die Schneekoppe sehen können, nochmal 6 km zur 1386 m hoch liegenden Elbquelle. Hin und zurück benötigen wir etwa 6 Stunden für diese sehr schöne und eindrucksvolle Wanderung.
Der nächste Morgen sieht uns zeitig mit unseren Rädern auf der regennassen Straße die malerisch, bewaldete Schlucht hinab ins Tal rollen. Der rauschende Gebirgsbach Labe (die tschechische Elbe) begleitet uns zunächst bis Vrchlabi (Hohenelbe), wo wir dann den Beginn der Radroute 2 finden. Fortan weist uns ein gelbes Schild mit einem Fahrrad und der Ziffer 2 den Weg. Auf Radwegen, Landstraßen, und unbefestigten Abschnitten kommen wir gut voran, müssen aber leider auch verkehrsreiche Straßen in Kauf nehmen.
Unvermittelt finden wir uns auf der Staumauer der Talsperre Les Kralovstvi (Talsperre Königreichwald) wieder, die uns mit ihrer imposanten Torbogenanlage und den Ziertürmen beeindruckt. Hier haben wir auch mit 45 km die Hälfte unserer Tagesstrecke erreicht. Vor unserem Zielort Hradec Králove (Königgrätz) radeln wir am Ufer unter einer Lindenallee in die Stadt. Nicht ganz 7 Stunden haben wir für die 92 km benötigt. Unsere Pension befindet sich direkt am Markt, zu der uns eine freundliche, ältere Dame mit Fahrrad hinbringt. Sofort fallen die schönen Häuserfassaden, die vielen Türme an der Kirche, der Kathedrale, am Rathaus und die Arkaden im Umkreis des Platzes ins Auge.
Am nächsten Tag ist die Strecke von 77 km geplant, aber es sollte anders kommen. Zuerst verfahren wir uns. Nach einer Rast im Schloßhof Pardubice (Pardubitz) kommen wir gut voran, sehen uns dann aber in der Stadt Prelouc (Prelauc) wieder, die wir links liegen lassen wollten. Die Elbe wendet sich jetzt mit einem scharfen Knick nach Westen. Wir passieren Dörfer, kleine sandige, Waldabschnitte und holpern über Feldwege. Dessen nicht genug führt uns ein tief ausgefahrener Wiesenpfad an einer Vielzahl belegter Angelstellen direkt an der Elbe vorbei. Hier wird unser ganzes Können beim ausbalancieren der Räder mit dem etwa 15 kg Reisegepäck verlangt. Das Rütteln und Schütteln hört erst kurz vor unserem Ziel Kolin (Kolin) auf. Plötzlich sind wir nur noch zu dritt! Dank Handy ist eine halbe Stunde später wieder alles im Lot. Die Nachzügler hatten ein Abzweigschild übersehen. Aber die Suche nach unserem Quartier kostet noch einmal Nerven. 92 km in 9,5 Stunden, so hatten wir uns diese Etappe nicht vorgestellt. Was aber in solchen Situationen wichtig ist, nach einem guten Abendessen und einem Bier konnten wir über diese Wirren schon wieder lachen, das gehört nun mal zu einer guten Truppe.
Auf den 69 km nach Brandýs nad Labem (Brandeis a. d. Elbe) tags darauf sind wir anfangs gezwungen die Regenkleidung anzulegen. Es ist aber dann ein überwiegend angenehmes Radeln am Elbufer mit abwechslungsreicher Architektur historischer Bauwerke. Motorboote, Ruderboote und sogar ein Drachenboot- Rennen beleben den Fluss. Gegen 16.00 Uhr kommen wir in unserem Hotel an.
Am nächsten Morgen begrüßte uns ein Sonntag, der für ruhige Straßen aber belebte Radwege sorgt. Zunächst geht es wieder am Elbufer entlang, an dem beiderseits Petrijünger hoffen in der träge dahin fließenden Elbe ihren Fang zu machen. Die Beschaffenheit des Weges ähnelt der des Vortages, aber heute fehlen irgendwie die gelben Radroutenschilder. An der St. Peter- und- Paul- Kirche in Melnik haben wir von einem Hügel einen schönen Blick auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe. War die Elbe bisher schon mit einer Vielzahl sehenswerter Brücken und Staustufen versehen, ab hier gewinnt das alles eine neue Dimension. Noch etwas änderte sich. Zu unserem asphaltierten Radweg am Ufer gesellen sich deutlich mehr Rastplätze, Infotafeln und das bunte, sonntägliche Treiben neben und auf der Elbe nimmt zu. Nach 80 km treffen wir in Litomerice (Leitmeritz) ein. Ein drittes Mal innerhalb der letzten Tage steigen wir zum Abendessen hinab in ein Kellerrestaurant und sind erneut von dem Gewölbe des Rathauskellers, und dem Speisenangebot angetan.
Die sehr schöne Fahrt in Ufernähe, bringt uns am kommenden Tag zunächst nach Ústi nad Labem (Aussig). Vom rechtsseitigen Elbufer haben wir einen schönen Blick zur Stadt und auf das hochgelegene Schlösschen Vetruse.
Weiter bis in die Stadt Decin (Tetschen). Auf dem Marktplatz können wir uns vor dem ersten Regenschauer des Tages noch in Sicherheit bringen. Der zweite erreicht uns auf dem Weg zur tschechisch- deutschen Grenze. So sehen wir dann nach 13 km in Regenkleidung die Ausläufer des Elbsandsteingebirges und die Grenze nahe Schöna. Nach einem Schnappschuss am Grenzpfosten folgt die Überfahrt mit der Fähre noch einmal auf die tschechische Seite und wir haben unser Ziel Hrensko (Herrnskretschen) erreicht. Die Stimmung an diesem letzten gemeinsamen Abend ist trotz des miesen Wetters gut, denn wir sind nach 405 km Radfahren unbeschadet und pannenfrei angekommen.
Es sind am nächsten Tag nur noch wenige Kilometer bis Bad Schandau. Damit nähern wir uns dem Ort, von dem am 13.06.2013, unmittelbar nach der großen Flut, unsere Tour seitwärts der 1094 km langen Elbe begann. Damals stand auf unseren T- Shirts „Elbradtour 2013- trotz alledem“.

Werner van W. replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,

die Tour (Spindlermühle - Bad Schandau) hat uns in jeder Hinsicht gut gefallen! (Das Wetter hat auch seinen Teil dazu beigetragen.)

Der Transfer von Bad Schandau nach Spindleruv Mlyn hat prima geklappt.

Wir waren mit allen von Ihnen reservierten Hotels bestens zufrieden : die Qualität der Hotels war gut und sie lagen alle sehr günstig zur jeweiligen Altstadt.

(Der unvorhergesehene Quartierwechsel in Josefov geschah zu unserer vollsten Zufriedenheit: das Ausweichquartier war ein super Hotel !! )

Auch haben wir nur gute Erinnerungen an Kontakte mit sehr freundlichen einheimischen Menschen !!!

Sehr gut haben uns die verschiedenen Landschaften – insbesondere das Riesengebirge, die Böhmische Schweiz und die ausgesprochen schönen alten Stadtkerne gefallen.

Da wir nur gutes trockenes Wetter hatten, waren auch die schwierigeren Passagen des Radweges (naturbelassene Teile, Sand ) gut zu bewältigen-
Der uns von Ihnen zugeschickte neue Radführer für den Elberadweg gibt auch wertvolle Tipps, wie man bei schlechtem Wetter derartige Passagen umfahren kann.

Ein Hinweis zum Aufenthalt in Spindleruv Mlyn : Wir hatten dort nur eine Übernachtung gebucht, so dass für den Ausflug zur Elbequelle nur ein halber Tag zur Verfügung stand.
Das war zu knapp, man sollte für diese Wanderung einen ganzen Tag einplanen!!

Zu loben ist in jedem Fall Ihre gute Unterstützung bei der Planung dieser Radtour !!

Wir werden diese Radtour in sehr guter Erinnerung behalten !

Mit freundlichen Grüßen

Werner van W.

P.S. Ich habe die genaue Route am Computer geplant, um sie dann auf mein Fahrradnavigationsgerät zu überspielen. So brauchte ich unterwegs auf keine Karte schauen.
Die Tracks für die einzelnen Etappen haben auch den Vorteil, dass sie am jeweiligen Hotel beginnen und am Zielhotel enden !!!
So erreichten wir jeden Tag ohne lange Suche direkt unser Hotel! Wir sind die Tour genau nach diesen Tracks gefahren !!

Man kann meine Tracks für die einzelnen Etappen im Internet auf der Seite www.gpsies.com finden:
„suchen“ „Strecke in Tschechien“ Benutzername: „vanwasen“ „suchen“

Wenn Sie von Kunden wissen, dass sie auch ein solches Navigationsgerät benutzen, könnten Sie denen ja diese Internetseite bekannt geben.

Mit freundlichen Grüßen

Werner van W.

Eva W. replied on -

Sehr geehrter Herr Bednář ,
wir sind von unserer Tour zurück. Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich für die reibungslose Organisaton bedanken. Die Unterkünfte waren zweckmäßig, sauber und immer zentrumsnah. Die Rezeptionisten in den Hotels waren informiert und sehr freundlich und informierten uns gerne und umfangreich, falls wir Fragen hatten. Das Frühstück war sehr vielseitig, meistens auch mit frischen Früchten.

Der Radweg war im oberen Teil bis Melnik sehr wechselnd befestigt und teilweise mehr ein Wanderweg als ein Radweg. Wir hatten große Mühe die unbefestigten, steinigen und holprigen Wege mit unseren stark bepackten Rädern zu meistern. Deshalb waren die Etappen des 3. und 4. Tages mit jeweils mehr als 70 km für unsere Kräfte zu lang. Wir mussten in Melnik eine Pause machen. Danach war der Radweg besser ausgebaut und die Etappen waren gut zu erreichen. Ich danke Ihnen auch für die Verlegung der letzten beiden Nächte. Wir haben viel gesehen und sind sehr zufrieden mit unserer Wahl.
Wir machen gerne Werbung für Ihre Organisation und den Elberadweg.
Mit den besten Grüßen,
Eva W.

Wilhelm K. replied on -

Resümee: Im gesamten gesehen war die Reise ein Erfolg und empfehlenswert. Die Quartiere waren sehr zufriedenstellend bis sehr gut für die Standartklasse. Mit dem gelieferten Karten und infomaterial waren wir auch gut bedient.

Zu Anfang suchten wir nach dem Radweg Nr. 24 fanden aber immer nur die Nr. 2 der Weg war derselbe die Schilder waren einfach überklebt mit der 2, das heißt die Nr. 24 gibt es so gut wie nicht mehr fast alle waren mit der Nr. 2 gekennzeichnet. An einigen Streckenteilen dürfte die Beschilderrung noch etwas verbessert werden. Etwas Abenteuer und viele schöne Eindrücke sind geblieben.
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm K.

Reiseagentur Bednar replied on -

Sehr geehrter Herr M.,
wir bedanken uns sehr für Ihren Bericht. Alle solchen Informationen sind für uns sehr wichtig.

Mit Hrensko haben Sie recht. Vor hundert Jahren war der Ort ein touristisches Zentrum, seiner Zeit reicher als Decin, z.B. die Gasbeleuchtung hatte das Städchen frűher als Decin, aber der Ruhm ist lange vorbei. In der Zeit des Komunismus haben die Gebäude sehr gelitten und die Jahre nach der Wende waren vielleicht noch schlechter. Heute ist es vor allem ein günstiger Ausgangspunkt für schöne Ausflüge in die Sächsisch-Böhmische Schweiz. Besonders zu empfehlen ist z.B. das Prebischtor, das größte Felsentor in Europa, oder gleich hinter Hrensko sind die Schluchten des Flußes Kamenice die Edmundsklamm und die Wilde Klamm. Weil alles nur zu Fuß zugänglich ist, die Schluchten teilweise in Kahnen, etwas davon zu sehen, benötigt natürlich in Hrensko zu übernachten.
Mit freundlichen Grüßen
Reiseagentur Bednar

Horst-Rüdiger M. replied on -

Guten Morgen Herr Bednar!
Unsere Reise von der Elbquelle bis Dresden ist gestern zu Ende gegangen. Es war sehr schön. Das Wetter warm ohne Regen aber viel Wind. Die Stecke in großen Teilen sehr anspruchsvoll, die Feldwege sehr ausgefahren, Schotterpisten, Straßen mit Verkehr, aber auch gute Radwege.
Besonders schön, die vielen Auwälder. Riesige Bäume und ein Vogelgezwitschere ohne Ende. Die Städte mit den großen Marktplätzen, sehenswert. Die Hotels die Sie ausgesucht hatten, waren alle genau wie wir es gewünscht hatten. Außer Hrensko, das Hotel war in Ordnung, aber der Ort einfach schrecklich.
Wir können diese Reise nur wärmstens weiter empfehlen. Haben Sie besten Dank. Am ersten Tag, hat meine Frau in Vrchlabi in einem Informationsladen ein Fahrradbuch über diese Strecke gekauft, es ist super. Labska Cyklotrasa v Ceske republice 2011 - hier ist alles genau beschrieben. Besonders eben die Karten.
Nochmals besten Dank.
Mit freundlichen Gruß
Horst-Rüdiger M.

Christine B.-E replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,
endlich komme ich dazu, Ihnen für Ihre Organisation der ersten Urlaubstage entlang der Elbe ab Spindlermühle zu danken. Es war ein unvergesslicher Urlaub. Ich habe die Tschechen als sehr freundliche, hilfsbereite und liebe Menschen kennengelernt. Die Böhmische Küche hat mich wieder sehr begeistert. Herr T. war ein sehr kompetenter Chauffeur, der mich, mein Fahrrad und mein Gepäck sehr gut nach Spindlermühle gebracht hat.
Die Übernachtungen waren sehr gut, ich habe mich überall wohl gefühlt. Herausragend war die Unterkunft in Spindlermühle.
Die Radwege waren teilweise in keinem besonders guten Zustand. Ab Melnik war ich mit den Radwegen zufrieden. Wie gesagt, ich war total begeistert von der Radtour, den schönen Städten, die ich kennengelernt habe und von dem Menschen, denen ich begegnet bin.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Reisebüro alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Christine B.-E.

Wolfgang Beckma... replied on -

Sehr geehrter Herr Bednar,
heute möchten wir uns bei Ihnen bedanken, für die gute Organisation unserer Fahrradtour von der Elbquelle bis nach Dresden. Auch der Transport von Bad Schandau nach Spindlermühle hat gut geklappt. Gleichzeitig geben wir Ihnen wie gewünscht einige Rückmeldungen.

Das Zeitraster, 2 Tage für die Elbquelle und 8 Tage Fahrradfahren, war für unser Leistungsvermögen (beide über 60 Jahre alt) ideal. Wir hatten genügend Zeit, um uns die auf dem Wege befindlichen Sehenswürdigkeiten anzusehen. Morgens Abfahrt kurz vor 9:00 h und abends Ankunft kurz vor 18:00 h (bis auf eine Ausnahme). Es blieb immer genügend Zeit, um sich ausgiebig zu duschen, in die Wanne zu legen und sich umzuziehen. Danach haben wir ausgiebig die gute böhmische Küche genossen, mit Gulasch, Knödeln und Palatschinken und konnten dabei den Tag noch einmal Revue passieren lassen.

Die Ausschilderung des Elberadweges in Tschechien ist teilweise gut, aber größtenteils für deutsche Radreisende sehr gewöhnungsbedürftig, weil Wegbezeichnungen oft gar nicht, oder erst weit hinter der Kreuzung ausgeschildert sind. Der Touristische Autoatlas Maßstab 1:100 000 ist eine Hilfe, hat aber nicht verhindert, dass wir uns zwei-dreimal verfahren hatten. Die von Ihnen angegebenen Kilometerangaben stimmten ganz exakt, so dass man wunderbar die verbleibende Zeit verplanen konnte.

Wir hatten überwiegend schönes Wetter. An einem Tag Regen und einem Tag war es bedeckt. Die übrigen 8 Tage Sonnenschein. Der Regentag hat allerdings dazu geführt, das wir Beide einmal gestürzt sind, weil der abschüssige Rasenradweg rutschigen Lehmboden hatte. Gott sei Dank ist außer einer Schwellung und etwas Blut nichts passiert, so dass wir unsere Reise fortsetzen konnten. Schön war, dass wir am Tag als wir zur Elbquelle gewandert sind, das Wetter gut war. Damit haben wir schöne Fotos machen können. Hinauf sind wir mit der Seilbahn Medvedin gefahren, wobei danach immer noch ein 7 km langer Aufstieg zur Elbquelle nötig ist. Einfacher wäre es mit dem Bus der fast bis zur Labska Bouda (von uns Labskaus Bude genannt) nur noch 3 km bis an die Quelle fährt. Der Rückweg an der jungen Elbe entlang ca. 18 km bis nach Spindlermühle ist wunderschön. Nur die zum Radfahren gut geeigneten Turnschuhe, waren für den felsigen Abstieg (ca. 6 Stunden) nicht ideal.

Die Radtour ist von der Art und Beschaffenheit der Radwege sehr abwechslungsreich und manchmal etwas schwerer als wir gedacht haben. Zum Beispiel der Weg 0201 auf der linken Seite hinter der Brücke in Steti ist der reinste Dschungel und wird hauptsächlich nur von Anglern benutzt. Wir haben nur gelacht und gesagt: "internationaler Elberadweg" und haben in der schönen Landschaft Fotos gemacht. Hier wäre es besser den Hauptweg (2) zu fahren. Da wir Mitte September gefahren sind, waren wir fast immer alleine in herrlicher Natur, die Vögel zwitscherten und wir waren beeindruckt von den vielen wild wachsenden Blumen am Wegesrand. Auch in den Städten haben wir viele Spatzen gesehen, welche es hier in Hamburg kaum noch gibt. Die Städte sind sehr sehenswert und haben fast alle einen zentralen Marktplatz. Besonders schön fanden wir Vrchlabi mit seinem schönen Schloss, Hostinne mit seinem schönen Uhrenturm und den riesigen Wächtern an der Fassade. Kuks mit der alten Apotheke, Pardubice mit dem wohl schönsten historischen Platz Europas, Melnik mit dem grandiosen Ausblick auf den Zusammenfluss von Elbe und Moldau.

Die Menschen, denen wir begegnet sind, oder welche wir nach irgendetwas gefragt hatten, waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Die Preise sind so weit ab von Touristenzentren sehr günstig und werden erst teurer, wenn man sich der deutschen Grenze nähert. Zum Beispiel kostet es bei Hrensko Eintritt, um das Prebischtor zu besichtigen.

Als Hamburger, die wir die Elbe schon als Kinder als großen breiten Fluss mit internationalem Schiffsverkehr kennen, war es ein tolles Erlebnis, unseren Heimatfluss als kleines Rinnsal zu erleben.

Wir können jedem, der etwas Mühe nicht scheut, diese außergewöhnliche Radtour nur empfehlen.

Liebe Grüße
Wolfgang Beckmann und Harald Sander

N.S. Herr Bednar, wenn Sie diesen Bericht auf Ihre Home Page ins Internet stellen wollen, wären wir damit einverstanden.

Helga replied on -

Nach unseren interessanten Besichtigungen in Prag haben uns die Radwege relativ gut gefallen. Meistens sind sie gut ausgebaut, teilweise muss man aber auf schmalen Feldwegen oder Straßen radeln. Unterwegs ist die Infrastruktur gut - es gibt reichlich Gelegenheit nett und preiswert einzukehren. Wir waren mit bestseller reisen ( Rückenwind ) unterwegs. die Räder sind sehr gut gewesen. Leider lagen die Hotels teilweise nicht sehr zentral.

Alex replied on -

Sind am Himmelfahrts-Wochenende von Dresden aus nach Prag mit einem Liegerad und einem Trekkingrad gefahren. Die Strecke von Dresden bis zur Porta Bohemica (bzw. Litomerice) ist unvergleichlich schön - auch die Wegequalität ist gut bis sehr gut. Wir sind nur mit dem Bikeline Radtourenbuch (8. Auflage von 2005) gefahren. Das größte Problem bei der ganzen Tour: eine Unterkunft zu finden. Wir fahren immer auf gut Glück und das scheint in CZ definitiv nicht zu funktionieren.

Bärbel replied on -

Im Juni 2007 sind wir zu zweit den Elbradweg in Tschechien gefahren. Am Mittwoch, den 20.06. 2007 sind wir frühmorgens in Duisburg mit dem Zug gestartet (Umsteigen jeweils in Dortmund, Leipzig, Dresden, Zittau, Liberec). Die Fahrkarten konnten wir vor der Abreise bis Zittau lösen. Die Fahrkarte von Zittau bis Liberec konnten wir im Zug lösen (besser mit Kronen, Euro wurden allerdings auch akzeptiert). Den Transport (2 Personen, 2 Räder) von Liberec nach Spindlermühle hat die Touristen-Info in Spindlermühle für uns organisiert (Preis: 65 Euro), sowie die Übernachtung im Hotel Lesana, 30 Euro Doppelzimmer, in Spindlermühle (beides konnte mit Euro bezahlt werden) Am Donnerstag, den 21. 06. 2007 Wanderung zur Elbquelle: Zunächst Geldwechsel bei der Post (guter Tarif). Mit Seilbahn auf den Medvedin, dann einfache Wanderung zur Elbquelle, Abstieg durchs Elbtal nach Spindlermühle; leider begann es auf dem Rückweg zu regnen; dieser ließ auch nicht nach als wir mit unseren Rädern nach Vrchlabi fuhren. Daher entschieden wir uns – obwohl wir eigentlich Zelten wollten – für eine Pension (Pension Kobr, 870 Kronen Doppelzimmer, einfach und sauber. 21,5 km Freitag, 22.06.2007 Von Vrchlabi aus über Hostinne nach Dvur Kralove; kurz vor Dvur Kralove unser erster und einziger „Platter“. Notdürftig geflickt ging es bis Dvur Kralove. Während wir uns zur Mittagszeit stärkten, wurde im Fahrradladen ein neuer Schlauch und Mantel montiert. Weiter ging es an den alten Kuranlagen von Kurks vorbei nach Jaromer. Von dort aus über die Garnisonsstadt Josefov über die Dörfer nach Hradec Kralove. Dort hatten wird den Campingplatz Stribrny Rybnik in Malsova Lhota zum Ziel genommen. Dort war es allerdings sehr laut und voll, da an diesem Wochenende ein großes Bikertreffen stattfand. Nach längerer Sucherei haben wir dann in Hradec Kralove in Pension Axa (Fricova 269, Tel 49-5273894, http:// sweb.cz/pensionaxa) übernachtet (Doppelzimmer 1200 Euro). 100 km Samstag 23.06.2007 Bei schönem Wetter bis zur Hussitenburg Kuneticka Hora, dort Pause mit schöner Aussicht eingelegt. Ab Brezany ging es über einen Feldweg. Es stellte sich heraus, dass die Befestigung einer unserer Radtaschen nicht richtig eingestellt war, und die Tasche auf dem Feldweg landete. Wir beschlossen in Anbetracht der heranziehenden Wolken dies erst bei der Mittagspause in Pardubice genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies stellte sich als Fehler heraus. Einige hundert Meter weiter ging es über Baumwurzeln an einem Altarm der Elbe entlang. Schneller als wir gucken konnten war die Radtasche den Abhang hinunter und in den Altarm gepurzelt. Fast genau so schnell waren wir im Wasser und bekamen sie noch zu greifen. Wasserdichte Radtaschen sind nicht nur bei Regen von Vorteil! Sie schwimmen auch. Der Austausch des Teilchens zur Befestigung der Radtaschen wurde jetzt doch gleich anschließend durchgeführt. Dabei begleitete uns viel Gelächter, denn für die Angler am anderen Ufer war unsere Aktion eine willkommene Einlage. Aber auch wir selber mussten, da alles so glimpflich ausgegangen war, lachen. Nach dem Schrecken gab es eine ausgiebige Mittagspause auf dem wunderschönen Marktplatz von Pardubice mit Blick auf die sich „trauenden“ Hochzeitspaare vor dem Rathaus. An zwei Gestüten vorbei entschieden wir uns ab Tynec nad Labem zur Weiterfahrt zum Weltkulturerbe Kutna Hora; dort auf dem Camping Transit in Malin gezeltet und abends die schöne Altstadt besichtigt. 80 km Sonntag, 24.06.2007 Zurück zur Labe / Elbe bis Kolin; von dort bis zur Autobahn E 67 war der Weg eher eine Mountain-Bike-Wildnisstrecke (zusätzlich waren die Wege durch den Regen der letzten Tage aufgeweicht). Dafür waren die Radwege um Podebrady und bis Nymburg sehr gut. Dies erklärte auch die Gesellschaft von vielen Inline-Skatern. Dafür war der Weg bis zu unserem Tagesziel, dem Camping-Platz an einem See bei Ostra naturnah und ruhig. 60 km Montag, 25.06.2007 Mit dem Rad die knapp 4 km bis zum Bahnhof in Lysa nad Labem; von dort mit dem Zug nach Prag. Die Räder, die wir am Bahnhof geparkt hatten, sowie unser Zelt mit den Schlafsäcken etc. (auf dem Campingplatz) überstanden unseren Ruhetag unbeschadet. 10 km Dienstag, 26.06.2007 Diese Tagesetappe bleibt uns als die anstrengenste in Erinnerung, obwohl wir nur ca. 50 km gefahren sind. Besonders das Teilstück von Brandys nad Labem bis Melnik war wegen der Unebenheiten des Weges zum Abgewöhnen, und wir waren froh als wir Melnik endlich erreichten. (Autocamp Melnik; www.campmelnik.cz) 60 km Mittwoch, 27.06.2007 Von Melnik aus links entlang der Elbe über Racice (Ruderzentrum) und Roudnice nach Terezin; dort die Gedenkstätte Theresienstadt besichtigt. Hinter Litomerice noch ein Stückchen auf der Straße, dann auf sehr gut ausgebauten Radweg nach Usti nad Labem. Von dort fuhr gegen 2000 Uhr unser Zug zurück (Umsteigen in Dortmund und Düsseldorf) 74 km Auch wenn der Radweg nicht so gut ausgebaut ist, wie man es von anderen Strecken ( z. B. Donauradweg) kennt, hat uns die Tour , Land und Leute sehr gut gefallen. Die Karten im Radwanderführer aus dem Verlag Bruckmann (Christine und Jürgen Reimer „Elberadweg“) sind für den Überblick ganz gut, aber viel zu ungenau. Für die Tour sehr hilfreich sind die Radwanderkarten der Firma Shocart Nr. 104, 109, 111, 113, 114, 127 und 128. Erhältlich bei www.mapfox.de.

Wolfgang replied on -

Wir sind vom 09.07.- 28.07.2007 die Elbe zwischen Špindleruv Mlýn und Hamburg in 2 Etappen abgefahren. Die erste Etappe (09.07.-17.07.) umfasste die Strecke von Hamburg nach Dresden. Hier haben wir uns am 18. und 19.07. Dresden angeschaut und sind dann am 20.07. mit der Bahn weiter nach Špindleruv Mlýn gereist. Den 21.07. haben wir für eine Wanderung zur Elbquelle genutzt (unbedingt machen!), um dann am 22.07. die Rücktour nach Dresden anzutreten. Bad Schandau haben wir am 26.07. erreicht. Den nächsten Tag ging es zu Fuß zur Bastei und am 28.07. sind wir dann die letzte Tagesetappe nach Dresden geradelt. Von hier haben wir den Zug zurück nach Hamburg genommen (rechtzeitig vor der Reise Fahrradstellplätze reservieren!). Über die Schönheit der Strecke will ich hier keine großen Worte verlieren, da dieses bereits viele andere erledigt haben. Dafür gibt es von mir einige Fakten, die sicherlich für diejenigen interessant sein könnten, die diese Super-Tour ebenfalls angehen wollen. Zunächst zu uns. Meine Frau und ich sind Anfang 50, fahren gerne Fahrrad, sind häufig aber nicht unbedingt permanent im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs. Da wir vorher auch nicht übermäßig trainiert hatten, haben wir die ersten Tage die bekannten Schwierigkeiten mit unserem Allerwertesten gehabt. Alles nicht so schlimm, aber ich empfehle doch ein paar Wochen vorher das Fahrradfahren zu intensivieren. Die gesamten gefahrenen Kilometer betragen 1.120 km. Wir sind an 15 Tagen geradelt, was einem Tagesschnitt von ca. 74,0 km entspricht. Etappenlänge zwischen 47 und 93 km. Hinzu kamen 2 Tage Dresden anschauen, 1 Tag für die Reise von Dresden nach Špindleruv Mlýn, 1 Tag Wanderung zur Elbequelle, 1 Tag Wanderung Sächsische Schweiz. Das Wetter war überwiegend sonnig, an 4 Tagen hat es mal mehr mal weniger geregnet. Der Wind kam, wie üblich, häufig von vorn. Übernachtet haben wir in Pensionen, privaten Zimmern, Jugendherbergen und Hotels. Vorgebucht haben wir lediglich die erste Nacht in Boizenburg, eine Nacht in der Jugendherberge Magdeburg (unbedingt zu empfehlen), 3 Nächte im Jugendgästehaus Dresden (auch empfehlenswert) und zwei Nächte in Špindleruv Mlýn. Die anderen Unterkünfte haben wir immer am Abend des vorherigen Tages bzw. am Tag der Übernachtung per Telefon gebucht. Die Adressen dafür haben wir den beiden bikeline-Radtourenbüchern, den Broschüren zum Elberadweg, die man über www.elberadweg.de erhalten kann und in Tschechien, soweit sie nicht in den vorgenannten Unterlagen enthalten waren (Strecke zwischen Špindleruv Mlýn und Decín), vorher zu Hause im Internet rechechiert. Hilfsbereit sind auch immer die Touristinformationen vor Ort. Wir haben nur in einem Fall Probleme mit dieser Vorgehensweise gehabt. In Litomerice waren aufgrund einer Veranstaltung alle Unterkünfte ausgebucht. Letztendlich hat uns die Touristinformation in einem in Renovierung befindlichen Hotel untergebracht, in dem schon eine handvoll Zimmer fertig waren. Interessant dürfte für Planende die Reise von Dresden nach Špindleruv Mlýn sein. Hier haben wir vor Tourbeginn Schwierigkeiten gehabt, überhaupt irgendwoher zuverlässige Informationen zu bekommen. Im Nachhinein lässt sich sagen, überhaupt kein Problem! Mit der Bahn von Dresden Hbf nach Liberec, von Liberec nach Stara Paka, von Stara Paka nach Kunicice nad Labem, von Kunicice nad Labem nach Vrchlabi und von Vrchlabi mit dem Hoteltaxi mit Fahrradträger (Hotel Bedriška) nach Špindleruv Mlýn. Es ist lediglich ausreichend Umsteigezeit einzuplanen, da die Züge i.d.R. Verspätung haben. Die Züge nehmen Fahrräder mit!!! Engpass für Gruppen die Strecke Stara Paka nach Kunicice nad Labem. Hier schätze ich die Anzahl Fahrradstellplätze auf maximal 4. Ist aber auch kein Problem, da der Zug häufiger fährt, man also getrennt in kleinen Gruppen reisen könnte. Die Verbindung wird auch über die Reiseauskunft bei www.db.de angezeigt, wenn man die Selektionsmöglichkeit „Fahrradmitnahme“ weglässt. Fahrkarten können in Tschechien im Zug gelöst werden. Bei meinem Fahrrad habe ich unterwegs Speichenbrüche zu verzeichnen gehabt. Der versierte Fahrradbastler hat dann natürlich das entsprechende Werkzeug zur Hand ;-)). Ansonsten gibt es sowohl in Deutschland, als auch in Tschechien ausreichend Werkstätten. Kritisch an sich nur, wenn man dann an der Fähre bei Rogätz bei Magdeburg steht, 3 Speichen weg gebrochen sind und man nicht weiterfahren will, da das Risiko weiterer Speichenbrüche zu groß ist. Die Lösung: Anruf im Touristbüro der nächsten Stadt „Burg“ (10 km entfernt, Telefonnummer im bikeline), die uns die Telefonnummer von „Zweirad-Haase“ in Burg gegeben hat. Der Chef persönlich hat uns abgeholt. „Ihr bekommt jetzt ein Ersatzfahrrad von mir, seht Euch unsere schöne Stadt an und seit in einer Stunde wieder hier“. Gesagt, getan, schönes Städtchen gesehen, nach einer Stunde das Fahrrad wieder komplett und das am Freitag Nachmittag. Super und nochmals vielen Dank!!! An Kartenmaterial haben wir die beiden bikeline-Bücher „Elberadweg“ genutzt. Für Tschechien haben wir uns die Karten der benötigten Regionen von SHOCart besorgt (www.mapfox.de). Wer Interesse an diesem Kartenmaterial hat, kann meinen gesamten SHOCart-Kartensatz im Paket mit den bikeline-Büchern und einer Karte von Špindleruv Mlýn /Elbequelle kostengünstig übernehmen. Bitte ggf. per e-Mail mit mir in Verbindung setzen. Wenn Interesse besteht, gebe ich in dem Zusammenhang dann auch gerne noch Infos zu den von uns genutzten Unterkünften, Kosten und anderen Dingen, die mir so einfallen, weiter. Resümee: Eine unbedingt empfehlenswerte Fahrradtour. Die von uns gewählte Form war in erster Linie auf „abfahren“ der Elbe ausgerichtet. Der touristische Teil jeweils vor Ort war dadurch bedingt eingeschränkt. Es gibt sehr viel zu sehen und erleben rund um die Elbe. Insbesondere die Landschaft und die Städte in Tschechien, das Quellgebiet der Elbe, die sächsische Schweiz, Dresden, Meißen und natürlich meine Geburtsstadt Hamburg ;-)) sind längere Aufenthalte wert. Wir haben von allen diesen Orten Eindrücke mit nach Hause gebracht und werden sicherlich den einen oder anderen Ort wieder besuchen.

Bruno Jester replied on -

Elberadweg einmal anders. Da wir (Ehepaar, beide über 50 Jahre) die Anfahrt zum normalen Startpunkt Spindlermühle/Elbquelle nicht per Bus, Bahn o. Taxi bewältigen wollten haben wir daraus eine Rundtour entwickelt. Sie ist aufgrund von vielen Steigungen im Iser- und Riesengebirge nur konditionsstarken Radlern mit stabilen Rad (Mountain/Trekking) zu empfehlen. Zeit: 11. bis 21.6.2007 Auf unserer Tour von Pirna über Schirgiswalde - Bautzen, Görlitz, Zittau, Liberec, Bedrichov, Jizerka, Harrachov, Spindlermühle, Pardubice, Kutna Hora, Stara Boleslav, Melnik, Decin, Pirna, haben uns die Zentren von Bautzen und Pardubice am Besten gefallen. Schöne Ecken: Jizerka, Mumlavatal, Elbquellen-Hochfläche. Usti bis Decin und weiter bis Pirna. Unsere Erfahrungen decken sich mit denen aus den Berichten von D.Hinzmann und A.Kirsche. Man braucht gute Karten und ein Gefühl, in welche Himmelsrichtung die Tour geht. Am Anfang haben versuchten wir immer zurückzublicken wo die letzten Wegweiser sind. Irgendwann wir sind dann einfach nach Gefühl gefahren - und irgendwann waren wir wieder auf dem Radweg. Speziell in Städten fanden wir oftmals erst wieder am Ortsausgang Hinweisschilder. An der Elbe sind wir öfters über viele Wiesen und Trampelpfade gefahren. Als dann der Wegweiser einmal mitten ins Maisfeld führte, versuchten wir es wieder mit Gefühl, und fanden 5km später wieder die nächsten Schilder. Kernpunkte der Tour: Liberec bis Jizerka: Radweg überwiegend gut, teilweise steil, aber relativ problemlos gefunden. Meine Frau war vor Ort skeptisch bezüglich des roten Radwegs von Jizerka bis Mytiny; wir sind dann die Straße bis Horni Polubny hinabgefahren und dann weiter bis Harrachov. Von Na Myte bis Harrachov ist dies dann zwar eine Schnellstraße, aber bei dem wenigen Verkehr und der breiten Straße waren die knapp 3 km schnell zurückgelegt. Harrachov bis Spindlermühle:Durch das Tal der Mumlava bis Krakonosova Snidane ein ganz toller asphaltierter Radweg immer im Schatten an der schönen Mumlava entlang. Viele kleine Wasserstufen und kleine Gumpen laden zum Verweilen ein. Ab Krakonosova Sn ist das Weiterfahren zur Labska Bouda verboten und auch nicht möglich. Ein zufällig anwesender Lehrer gab uns den Tipp über Polen zu fahren. Das ging dann dem offiziellen Radweg noch ca 1 km weiter um dann an der nächsten Kreuzung rechts ab Richtung Norden sehr steil auf einem gut befestigten Weg zur Vosecka Bouda (offiziell für Bikes verboten)zu kommen. Ohne Mountain-Übersetzung 20/ 28 jedoch kaum fahrbar. An der Vosecka Bouda dann nochmals ca. 70 Höhenmeter sehr steil und schottrig bis zur Grenze nach Polen. Dort dann dem Grenzkamm auf breitem, teils schottrigen/ sandigen Weg vernünftig zu fahren über Ceska Budka Richtung Elbequelle. Von dort aus dann direkt nach Süden auf künftig (wurde gerade ausgebaut) gutem Weg zur Zlate navrsi; dann weiter bis Horni Misecky. Hier wurden wir leider falsch geleitet. Auf dem Weg 1a hinunter nach Spindler-Mühle waren wir plötzlich auf der immer steiler werdenden Skipiste. Das war für mich noch hart an der Grenze fahrbar. Meine Frau ist schon früh abgestiegen. Tages-km: 61; Höhenmeter: 1.500. Wir würden diese Strecke jederzeit wieder fahren. Allerdings empfiehlt sich eine Übernachtung in Harrachov, um dann ausgeruht diese Etappe mit mehr Pausen an den vielen schönen Stellen intensiver zu genießen und in Spindlermühle in aller Ruhe die Unterkunft zu suchen. Um Prag zu besichtigen übernachteten wir in Stara Boleslav. Wir fanden eine kleine feine Pension, betrieben von einem Radfahrer. Von dort mit dem Bus in 20 Min zur Metro, und weiteren 25 Min direkt ins Zentrum von Prag. (Kosten einfach 40KC je Person= ca. 1,30€) Über die anderen Strecken gibt es im wesentlichen die gleichen Infos wie von anderen Elbe-Radlern: Radweg führt immer wieder in die Wildnis, oft irgendwann dann halt doch auf die Straße ausgewichen um dann plötzlich doch wieder auf dem Radweg zu sein. Diese Erfahrung machten wir allerdings ab und zu auch schon von Pirna bis Bautzen und dann bis Görlitz. Wir hatten hervorragendes Wetter während der ganzen Tour. In 11 Tagen rund 800 km und 6.000 Höhenmeter. Ein tolles Erlebnis. Speziell die beiden obigen Teilstrecken. Das Isergebirge und Riesengebirge bietet sich für Mountain-Biker (ohne Packtaschen) als ideale Spielwiese für einen Bike-Urlaub an, auch wegen der günstigen Preise für Übernachtung und Speisen.

Asmus Bergemann replied on -

Vom 21.-23.05. fuhren wir zu Fünft (Alter von 36 bis 71) von Prag an Moldau und Elbe bis Hamburg. Hier Anmerkungen zum tschechischen Teil: Meine Frau und ich waren diesen Abschnitt schon 2004 gefahren. Seither hat sich viel getan an Wegführung und Ausbau; nicht nur die Hochwasserschäden sind beseitigt. Dafür unsere Anerkennung! Aber erstmal zum Ankommen in Prag-Holosevice mit der Bahn: Es wäre sehr hilfreich, in den Radführern (wir benutzen bikeline) und auf der tschechischen Website eine Beschreibung zu finden, wie man vom Bahnhof an die Moldau und über den Fluß kommt. Wir versuchten zuerst den Tunnel, der aber an Treppen endet, und wählten dann den Ausgang zur Straße, fuhren in nördlichem Bogen zur Dukelskych hrdinu und auf dieser zur Moldau (das ist die Straße, über die man gut den KLetna-Hügel bei der Rad-Ausfahrt umgeht); aber die eleganteste Route zur Stadt ist das wohl nicht. Nun zur Fahrt: die bei bikeline (Ausgabe 9) als „schwer befahrbar“ bezeichnete Route am Fluß unterhalb von Troja ist gut zu befahren, besser als später das Stück hinter Horni Zleb, und mit Gepäck scheut man natürlich größere Steigungen in sommerlicher Wärme. Der Anstieg von Klecanky nach Klecany ist eine Strapaze, nächstes Mal versuchen wir die alternative Flußroute. Eine erträglichere Route wählten meine Frau und ich vor drei Jahren: bis Rez am Fluß, dann mit mäßiger Steigung zur Kreuzung mit der Straße Klecany-Drasty. Diese Route empfehlen wir allen Reisenden mit Gepäck, solange die reine Flußroute noch nicht ausgebaut ist. Die neue Wegführung über Schloß Veltrusy ist sehr schön und eine wesentliche Verbesserung. Wir nahmen die Fähre nach Luzec und fuhren auf der Straße weiter bis Melnik. Die Straße nach Horni Pocaply wird bis zum Gewerbegebiet stark von LKW befahren, und hier sei den Truckern ein dickes Lob ausgesprochen: alle hielten großen Seitenabstand beim Überholen. Teilweise gibt es einen separaten Radweg. Der bei bikeline ausgewiesene Weg von Terezin zur Brücke nach Litomerice ist bei Nässe fast nicht zu befahren: Bis zum Ehrenmal ist er ausgebaut, dann kommt ein Wiesenweg, dann ein Feldweg, der gerade mit der Raupe bearbeitet worden war. Eine klebrige Erde, vermischt mit Quecken, setzte sich zwischen Rad und Schutzblech und unter die Schuhe. Alle 100 m etwa mußte man das auskratzen, um überhaupt scheben zu können. Vorerst sollte man die Straße wählen, bis der Weg ausgebaut ist. Die tschechischen Radfreunde bitten wir zu prüfen, ob dort der Ausbau zum Radweg begonnen wurde oder ob es bei dem Freiräumen bleibt. Das Ergebnis lesen die Radreisenden sicher gern auf der Website. In Decin ist bei bikeline nicht so ganz klar, welcher Kreisverkehr gemeint ist: der erste, unter der Brückenauffahrt, wird Richtung Centrum durchfahren, erst der zweite hat den Abzweig in die Altstadt. Hier wären Radwegweiser angebracht. Das oft als Horrorstück beschriebene Stück von Decin bis unterhalb Certova Voda ist nicht schlimmer als der Weg unterhalb von Troja: es sind ca. 3.200 m, davon 1.000 m LPG-Platten, ca. 500 m alter Treidelweg mit Großsteinen - dieser Abschnitt wirklich schlecht -, und sonst Grand mit Kuhlen, in denen bei Regen wohl Wasser steht. Mit Reiserädern und guten Reifen auch mit Gepäck durchaus zu befahren, also keine Bange! Speis und Trank, Quartiere: Netter Imbiss am Sportplatz Dolanky. In Melnik „Pension Centrum“, gelegen in der Stadt an der Strecke, wenn man von der Brücke aus rechts hochfährt. Gut und preiswert. In Litomerice Hotel „Labe“, weil sonst nahezu alles voll war. In beiden Städten gute Restaurants. Fazit: Gerne wieder! Und das Bier wird auch nicht mehr so eiskalt serviert wie vor vier Jahren.

Dieter Hinzmann replied on -

Wir sind 4 Oldies die vom 03.07. – 12.07.06 von der Elbquelle nach Dresden gestrampelt sind. Flug von Dortmund nach Prag: Den Fahrrädern wurden Pappkartons übergestülpt , die wir uns vom Fahrradhändler besorgten, empfindliche Teile umwickelt. Flughafen Prag – Hotel Globus per Rad und U-Bahn. Hotel Globus – Spindleruv per Kleinbus, ca. 105 € ,Fahrzeit ca. 2,5 Std. Bestellt über Tourismusbüro in Spindleruv. 1. Etappe Hradec-Kralove 100 km, Fahrzeit 6:00 Std., Pension Svateo Jana. 2. Etappe Kladruby 75 km, Fahrzeit 4:46 Std., Reiterhof. 3. Etappe Prerov n. L. 75 km, Fahrzeit 4:30 Std., Hotel Bomber. 4. Etappe Litomerice 105 km, Fahrzeit 6:30 Std., Hotel Roosevelt. 5. Etappe Königstein 85 km, Fahrzeit 5:30 Std., Naturfreundehaus. 6. Etappe Dresden 55 km, Fahrzeit 3:00 Std., Pension Wiecorec. Heimfahrt mit Regionalzügen: 10,5 Std., 4 mal umsteigen, 95 € incl. Fahrradtransport ( für 4 Mann). Die Tour war teilweise strapaziös, ( auch wegen der Affenhitze), da einige Wege an der Elbe schlecht befahrbare, Hoppeliege Pfade sind, die Fahrer und Rad arg strapazierten. Wir sind öfter auf wenig befahrene Straßen ausgewichen. Ein Teil der Stecke war kaum beschildert, besonders in Städten gab es Probleme. Gutes Kartenmaterial ist dringend zu empfehlen, am besten die von SHOCART www.mapyonline.cz Die Bevölkerung war sehr freundlich. Wir haben immer sehr gut und äußerst preiswert gegessen und noch preiswerter getrunken. Die Unterkünfte waren durchweg in Ordnung. Das Land mit den schönen Städten hat uns sehr gefallen. Diese Radeltour war keine Kaffeefahrt aber ein schönes Erlebnis, welches ich gestandenen Tourenradlern empfehlen würde.

Falk Enderlein replied on -

NAchdem ich mich auf dieser Seite etwas über den Elberadweg erkundigt hatte, haben wir, meine Frau und ich, den Elberadweg von Spindlermühle bis Decin zu erkunden. Wir sind am Montag von zu Hause bis Chomutov mit dem Rad gefahren. Von Chomutov über Prag und Chlmec nad cidlinou und Kuncice nach Vrchlabi. Ankunft 16:35 Uhr. Danach sind wi nach Spindlermühle gefahren, ca 18 km mäßig ansteigend. Übernacht im Hotel Lesana, einfach aber gut. (#1)Am nächsten Tag zu Fuß und mit dem Lift zur Elbquelle gewandert. Sehr schöne Tour, das erste und letzte Bad in der Elbe genommen. Tour ca. 7 h (#2)Am nächsten Tag Abfahrt mit dem Rad. Da wir nicht so viel gfahren sind und es ja auch Urlaub sein sollte hatten wir uns relativ kurze Etappen vorgenommen. Sehr heißes Wetter. Vrchlabi-Hostinne- Dvur Kralove, Radweg meist über Nebenstraßen aber gut beschildert und befahrbar. Dvur Kralove waren wir im Freibad (sehr schön)und sind dann am Abend weitergefahren. Leider war da Schloß Kuks schon zu. Hätte ich mir sehr gern angesehen. Sehr schöne Anlage. Bis Jaromer sehr schöner Radweg. Nach Jaromer verlor er sich aber plötzlich im Nichts. Da es schon Spät war haben wir nicht lange gesucht und sind die einfache Strecke von Josefov bis Hradec Kralove auf guten Nebenstraßen Rasosky-Vlkov-Skalicka gefahren. (97 km)Die Trasse war auch auf der Karte Nr. 204 und 208 von Shocart unterschiedlich eingezeichnet. Eine Makierung haben wir dann nicht mehr gefunden. Übernachtung in der City von Hradec ("U Jana", recht gut aber da direkt in der City auch sehr laut). (#3)Nächster Tag war Ruhetag mit Stadtbesichtigung und baden. Freitag (#4) Abfahrt in Hradec, die Beschilderung beginnt erst weit außerhalb der Stadt, der Weg bis Pardubice war sehr gut, meist über Nebenstraßen odr gutem Radweg. Pardubice hätet einen längeren Aufenthalt verdient, weil die Stadt sehr schön ist. Nach 'Pardubice gibt es einige schöne Kiesgruben zum baden, was bei den Temperaturen auch unumgänglich war. eigentlich wollten wir in der Nähe von Tynec nad Labem übernachten, aber die Gegend war Trostlos und wir trafen ein deutsches Radlerpärchen, welche uns epmpfahlen unbedingt Chutna Hora zu besuchen.(Unesco- Welterbe) Kuttenberg liegt ca 15 km von Tynec entfernt. Vielen Dank für diesen Tip, die Stadt Kuttenberg war den Abstecher unbedingt wert, sehr schön. Dort im Hotel "Anna" übernachtet. War auch gut. Am Samstag (#5) nach Kolin gefahren, dort haben wir den Radweg nciht gefunden und sind statt dessen über eine furchtbar stark befahrene Strasse nach Velky Osek und Podebrady. Diese Umgehungsstraße war auf der Karte auch noch nicht eingezeichnet. Kolin erwies sich als Industriestadt mit viel Verkehr. Man sollte die Stadt wirklich meiden. In Podebrady haben wir den Kurpark besichtigt und ein wenig verweilt. Eine schöne Kurstadt. Dann weiterfahrt nach Nymburk auf dem Radweg, der sehr schön war. In Nymburk in einem kleinen Hotel direkt am Eisstadion übernachtet. Einfach, aber sauber und sehr billig. Frühstück am Sonntag Morgen im Vereinszimmer des Eistadions:-). (#6)Nach Nymburk wurde der Radweg sehr schlecht, eher Crossstrecke was für die Räder und Fahrer sehr belastend war und wir auf die Straße ausgewichen sind. Aber die Nebenstraßen sind auch problemlos zu fahren, da es wenig Verkehr gibt. In Lysa sind wir über die Brücke und auf der linken Elbseite weitergefahren, immer Nebenstraßen bis Brandys / Stara Boleslav. In Stara Boleslav hatten wir eine hervorragende Pension, die man eigentlich noch einen Tag genießen hätte müssen um einen Abstecher nach Prag zu machen. So waren wir nur baden an einem wunderschönen See in Lhota. (#7)Von Stara Boleslav nach Borek, wo der Radweg wieder markiert, aber sehr schecht war. Wir sind wieder auf die Straße ausgewichen und ab Kostelec teilweise den blau markierten Wanderweg gefahren. Nach Neratovice ist der Weg eine Zumutung, hier sollte man unbedingt auf die Straße ausweichen, was wir leider erst in Tuhan getan haben. die stark befahrene Straße bis Melnik ist nicht zu vermeiden, aber es sind nur ca 8 km. Melnik ist eine schöne Stadt, der Blick auf Elbe und Moldau wunderschön. Da es am Nachmittag stark Gewittert hat haben wir es nur noch bis Roudnice geschafft. Dort im Hotel Koruna übernachtet. Das war ein sauberes Hotel ohne jeden Stil. So wie ein Plattenbau und auch noch in der Nähe der Bahnstrecke. Ich würde nicht wieder hingehen wollen. (#8)Ab Roudnice sind wir auf schönen Nebenstrassen linkselbisch weiter gefahren bis Theresienstadt und Leitmeritz. Da wir beide Städte schon kannten sind wir zügig weitergefahren. Nach Leitmeritz endete der Weg im Schlamm, so dass wir wieder auf die Straße sind. allerdings nur für kurze Zeit, denn nach Velke Zernoseky wird der Weg wieder schön und bleibt auch so bis Aussig. Die Stadtbesichtigung in Aussig war in Ordnung. Der Weg danach bis Decin teilweise auf der Strasse markiert aber über weite Strecken auch als Readweg sehr schön angelegt. Das Gelände wird dann schon ein wenig bergig aber landschaftlich sehr schön. (#9)Nach der Übernachtung in Decin in einer guten Pension am Stadtrand, einem guten Essen sind wir am Mittwoch gegen Mittag mit dem Zug zurück nach Chomutov und Krimov gefahren. Von da dann nach 2,5 Fahrradstunden und insgesamt 525 km wieder wohlbehalten zu Hause in Marienberg angekommen.

Albrecht Kirsche replied on -

Bin am 17.6. 8.15Uhr ab DD-Hbf. über Zittau nach Vrchlabi mit dem Zug gefahren an 14.09Uhr. 4x umsteigen, Züge warten bei Verspätung aufeinander. Die SchaffnerInnen finden auch in überfüllten Zügen Plätze für die Fahrräder. Von Vrchlabi mit Bus bis SpiMü (Nicht jeder Bus transportiert Fahrräder). 18.6. Lift fährt von 8-18Uhr auf Medvedin Fahrradmitnahme gratis. Oben besteht ab Lift für Fahrräder Fahrverbot bis zur Verbindungsstraße Horni Mer. - Vrba. Baude (ca. 3km schieben). Danach steiler Anstieg bis Vrba. Baude (bewirtschaftet). Zur Elbequelle von da (ca. 3 Std. hin und zurück)laufen herrlich! Fahrrad fahren verboten, für normale Radler auch nicht möglich. Abfahrt nach Horni Mercecki nach Sportgeschäft links. Abfahrt nach SpiMü fester Waldweg mit Abschlägen teilweise sehr steil. Weiter Vrchlabi abfallend auf Straße. Bis Jaromer am Nachmittag machbar. Meist auf Nebenstraßen, auch Feldweg, die oft mit großem Umweg zum nächsten Ort führen. 19.6. Hradec Kralove und Pardubice unbedingt Innenstädte ansehen. Ab Pardubice linke Elbseite fahren! Bis Kolin. In Kolin kaum Hotels dafür einige Pensionen für alle Preisklassen (260 - 1020 Kc). 20.6. nach Kolin beginnt der Radweg auf langen Abschnitten zur Crossstrecke zu werden. Teilweise dichter Laubwald (Zecken!) oft nur eine 10 - 20 cm breite, sich im Grase schlängelde Fahrspur. Hier ist auch Radweg oft nicht besonders gut ausgeschildert, so dass man sich hinreisen lässt die Straße zu benutzen. Am Ende der "Etappe" - sie ist die anstrengendste, geht es nochmal bergauf nach Melnik, der einmalige Blick ins Böhmische entschädigt. Auch hier in der Information Übernachtungen in allen Preislagen zu haben. 21.6. Von Melnik kann man nach der Brücke gleich rechts abbiegen und der Straße im großen Bogenfolgen bis Roudnice folgen. Der Radweg 2 führt an dieser Stelle nach links und folgt wohl teilweise Feldwegen. der Radweg entlang Roudnicer Ufers ist sehr gut. Er führt bis Hrobce, dort geht es auf der fast unbefahreren Straße bis Terezin. (Vorsicht! Am Kiosk auf dem Parkplatz kosten 2 Alsterwasser 7€ -Kiosk unbedingt meiden! - besser in die Stadt fahren oder die paar Meter nach Leitmeritz). Über die Brücke meist viel Verkehr. Am Brückenkopf in Leitmeritz geradeaus in die entgegenkommende Einbahnstraße - absteigen, hochschieben, gleich links ist der wunderschöne Markt. Ausfahrt ist die linke Straße am anderen Marktende, dann links und gleich wieder rechts in die Pekarstvi, dann wieder links hinab bis Vel. Zernoseky. Hier führt eine "Crossstrecke" mit Pfützen, Wurzeln und anderen Unebenheiten an der Elbe entlang. Besser ist hier den ca. 1 km langen Berg in Richtung Kamyk hochzufahren. (Schöne Aussicht!) Die Straße zur Elbe ist sehr gut. Bis Usti führt der Weg meist auf der annehmbar befahrenen Straße selten auf richtigen Radwegen. Nach Usti ist der Radweg auf der Straße markiert, bis er für kurze Zeit auf einem separaten Rad und dann auf der Straße bis Decin führt. Hier muss man sich entscheiden. Zieht man die Sicherheit vor, begibt man sich auf eine absolute Härtestrecke - viele km spitze Schottersteine und holpriges Pflaster, aus der Zeit, als hier noch Schiffe mit Menschenkraft elbaufwärts gezogen wurden. Nur die letzten 3 km sind tadellos. (dieser Weg ist die "2".) Vernachlässigt man die Sicherheit und zieht ebene Straßen vor, so kann man in Decin den Straßenschildern "Dresden" folgen. Die Straße führt 12 km entlang der Elbe, ist oft sehr eng und kurvenreich, jedoch durch den Grenzverkehr sehr stark befahren und gefährlich. In Hrensko kann man mit der Fähre zum Bahnhof Schöna übersetzen. Zfg.: Länge ca. 380 km, davon max. 30 km Radwege nach modernem Standard, manche Strecken sehr, fast zu anstrengend (Cross), Ausschilderung besonders an entscheidenden Stellen oft ungenügend, schöne Landschaft schöne Städte, hervorragendes Bier! Strecke ist ein Erlebnis, nicht nur für die, die Böhmen lieben.

Wolfgang Langer replied on -

Eine Fahrradreise durch das schöne Land Böhmen Vom Riesengebirge der Elbe entlang zur sächsisch-böhmischen Schweiz Ob Schotter, Matsch oder Kilometerpflicht nichts hält uns auf, es sei denn, daß die Gabel bricht. (Tageslosung) Freitag, 11. 06. 04, um 25 Grad, teils bewölkt. Gut gelaunt und wohl gerüstet treffen wir uns um 6:30 Uhr. Zunächst geht es Richtung Bahnhof. In Herrnskretschen/Hrensko müssen wir spätestens um 19:00 Uhr eintreffen. Bange frage ich mich, ob die Zugverbindungen klappen werden und der Weitertransport ins Riesengebirge funktionieren wird. Dann läuft es aber ganz gut, trotzdem: Sechs Mal müssen wir unsere Fahrräder samt umfangreichem Gepäck beim Umsteigen in die Züge wuchten. Von Bad Schandau bis Herrnskretschen/Hrensko sind wir auf unsre Räder angewiesen, weil an der S-Bahntrasse nach Schöna herumgebaut wird. Bei Schmilka überqueren wir die Elbe. Etwa 3 Minuten nach 19:00 Uhr sind wir an der mit dem Reisebüro verabredeten Stelle. Nach einer kleinen Verschnaufpause kommt der Wagen, der uns mit den Rädern nach Spindlermühle/Spindleruvmlyn, unserem Ausgangspunkt im Riesengebirge, bringen soll. Der junge Fahrer fährt wie der Teufel. Trotzdem brauchen wir für die 200 KM gut 3 Stunden. Es geht über Tetschen/Decin, Böhm. Kamnitz/Ceska Kamenice, die Glasmacherstädte Steinschönau/Kamenicky Senov und Haida/Novy Bor, weiter über Reichenberg/Liberec, Gablonz a. d. Neiße/Jablonec n. Nis, Tannwald/Tanvald und Hohenelbe/Vrchlabi nach Spindlermühle/Spindler-uvmlyn, wo wir gegen 22:00 Uhr in dem schönen Hotel Visluny eintreffen und nach dem Abladen gemeinsam und gut gelaunt noch einige Pilsener Urquell genießen. Samstag, 12. 06. 04, zunächst trüb, später sonnig,um 24 Grad. In der Nacht Regengüsse. Zum Morgengrauen trüb, die mächtigen Berge nur teilweise sichtbar. Nach einem guten Frühstück satteln wir unsere Räder und sehen uns kurz im Zentrum von Spindlermühle/Spindleruvmlyn um, tauschen ein paar Euros usw. Dann zeigt sich auch die Sonne zwischen den hochziehenden Nebelschwaden. Wir fliegen an der jungen, rauschenden Elbe entlang zu Tal und landen erst wieder auf dem Marktplatz von Hohenelbe/Vrchlabi. Zu unserer Überraschung spielt auf dem Platz eine deutsch Blaskapelle aus Baunatal muntere Weisen. Hier führte VW Tschechen und Deutsche zusammen. Weiter geht es entlang der Elbe durch herrlich sonnige, grüne Auen und morbide Dörfer. Die Mittagsrast genießen wir auf dem laubenumkränzten Marktplatz der Riesenstadt Arnau/Hostinne. Nach Arnau wird es hügelig, die Berge rücken näher an die Elbe heran und wir geraten ins Schwitzen. Langsam, aber stetig nähern wir uns der Stadt Königinhof/Dvur Kralove n.L., Witwensitz der böhmischen Königinnen und Fundort der "Königinhofer Handschrift". Goethe und Herder wurden davon beeinflußt. Erst später erkannte man, daß es sich um eine Fälschung handelte. Die Elbe ist hier von prächtigen Lindenalleen und Mauern eingefaßt. Mann sieht förmlich die königliche Arche um die Flußbiegung kommen. Tisch und Bett des Hotels „Za Vodou“ ließen nichts zu wünschen übrig. Der Rest der Stadt machte einen weniger einladenden Eindruck. Sonntag, 13. 06. 04, zunächst trüb, später heiter und sonnig, um 25 Grad. Die Weiterfahrt am Morgen gut ausgeschlafen und gut gefrühstückt gestaltete sich einfach. Vor zur Elbe und an ihr entlang, sah man bereits den Wegweiser nach unserem vormittaglichen Etappenziel Kukus/Kuks. Wir fuhren, bei inzwischen herrlichem Sonnenschein hinein in eine typisch altböhmische Landschaft, durchsetzt von romantischen Dörfern. Bereits weit vor Kukus/Kuks konnten wir, teils im Gebüsch versteckt, die barocken Figuren Altäre und Kapellchen, von Matthias Braun bewundern. Man hätte überall absteigen und verweilen wollen. Und dann Kukus! Her hätte man allein Tage zubringen können, um all die Kostbarkeiten zu genießen. Rechts der Elbe der gewaltige Klosterkomplex für die geistige Gesundung und auf der anderen Seite das Schloß und die Bäder. Reichsgraf Spork realisierte sich hier eine Vision. Nach seinem Tod im Jahr 1738 blieben die reichen Kurgäste aus und die Anlagen verfielen oder wurden vom Elbehochwasser zerstört. Ein Erlebnis der besonderen Art. Doch zum träumen blieb keine Zeit. Königgrätz/Hradec Kralove, das mittägliche Ziel lag noch weit vor uns. Als nächste Stadt legte sich uns Jermer/Jaromer in den Weg. Es wurde kurzerhand umfahren und bei Vikov/Wilkau wieder die Elbe erreicht. Allerdings- auf anderen Wegen. Der Pfad dicht am Ufer der Elbe entlang war kaum breiter als unsere Reifen und tief ausgefahren. Schließlich erreichen wir -ohne im Wasser gelandet zu sein- Königgrätz/Hradec Kralove, eine wahrhaft königliche Stadt mit prächtigen Uferstraßen beidseitig der Elbe, mächtigen, reich gegliederten Fassaden der Jahrhundertwende, der historischen Altstadt mit Marktplatz und Laubengängen und dem geschichtlichen Hintergrund des "Deutschen Krieges", der Schlacht vom 03. 07. 1866. Mein Gedenken während der Mittagsrast auf dem Marktplatz wurde jäh unterbrochen von einem ergiebigen Regenguß, der uns von den Linden weg unter die Lauben jagte. Der Weg aus der Stadt gestaltete sich nicht einfach und endete schließlich schon weit außerhalb im Auwald an einem Nebenarm der Elbe. Die hier in die Elbe einmündende Adler konnte es nicht sein, denn die hatten wir schon in der Stadt mehrfach überquert. Schließlich landeten wir mit Hilfe der Bewohner dieser Wildnis doch noch auf dem rechten Weg in Richtung Pardubice. Auf wenig befahrenen Landstraßen, im direktem Zugang über Elbe und Schloß, -nach Ablegung einer Fahrradprüfung auf der Baustelle des Elberadwegs- stehen wir plötzlich auf dem prächtigen Marktplatz dieser Stadt. Die Polizei weist uns den Weg zu unserem Hotel. Mitten durch die Hotelhalle des "Zlata Stika" und am Empfang vorbei, dürfen wir unsere Räder in Sicherheit bringen. Durst und Hunger stillen wir in der Altstadt in der Gaststätte "Zum Gaucho". Montag, 14. 06. 04, freundlich, um 25 Grad. Nach einem vornehmen Frühstück finden wir gut aus der Stadt hinaus. Die Umgebung von Pardubice ist bekannt wegen ihrer vielen Teiche und der Pferdezucht. Zunächst geht es über feuchte Waldwege mit tiefen Pfützen und ausgewaschenen Feldwegen durch einsame Dörfer und abgelegenen Gehöften vorüber. Dann fahren wir mehrere Kilometer weit auf ebener Strecke bei angenehmer Temperatur an durch weiß gestrichene Geländer unterteilte Pferdekoppeln mit weidenden Schimmeln vorüber. Ein friedliches Bild und eine erholsame Strecke. In der Mittagshitze erreichen wir Tynec, ein wenig ansehnliches Städtchen. Auf den Bänken unter den Linden der Mariensäule machen wir Rast. Eine Potraviny (Lebensmittelgeschäft) ist auch in der Nähe. Alles scheint in Ordnung. Doch plötzlich muß Bernd den Verlust seiner Geldbörse mit EC- und Kreditkarten und Ausweisen feststellen. Nach dem ersten Schreck folgen Überlegungen und Telefonáte hin und her. Nachdem der erste Schock überwunden ist und Bernd bei Karli ein Darlehen aufnehmen konnte, findet er schnell zu seiner guten Laune zurück. Nach ausgiebiger Diskussion der Wegbeschreibung: "Die Markierung war mir nicht sehr suspekt .....", folgen wir einem deutschen Radfahrerpärchen links hinein in die tschechische Pampa. Natürlich fangen gleich wieder die Spurrillen mit den üblichen Schlammpfützen an. Wir treten uns tapfer durch. Vor uns sehen wir das Radfahrerduo ebenfalls mit den Wegverhältnissen kämpfen. schließlich landen wir nach einiger Zeit wieder an der Elbe im hohen Gras. Ein Schild in tschechischer Sprache sagt uns nichts. Ortsnamen sind es nicht, wie ein Vergleich mit unserer Karte ergab. Karli zückt seinen Diktionär und findet heraus, daß es "Radweg an der Elbe" heißen muß, obwohl von einem Radweg nichts zu sehen ist. Wir staunen und treten ungläubig aber unverdrossen weiter in die Pedalen. Die Sonne treibt uns voran, neben uns auf der Elbe schwimmen Seerosen in Ufernähe. An einem matschigen, schrägen Waldstück mit tiefen Spurrillen rutscht mir das Rad mitsamt dem Gepäck unterm Allerwertesten weg und ich liege im Dreck, mit dem Schienbein auf einer Steinkante. Nur mit der Hilfe von Bernd komme ich wieder auf die Beine. Karli klatscht einen ordentlichen Batzen Salbe auf die Wunde und weiter geht es über Stock und Stein. Am frühen Nachmittag kommen wir an Kolin, dem Ort der großen Niederlage von Friedrich II. vorbei. Für eine Besichtigung ist leider keine Zeit und für Kuttenberg schon garnicht. Nur die Türme grüßen zu uns herüber. Die eigentlich Prüfung diesel Tages stand uns jedoch noch bevor. Nach einer Hindernisfahrt durch feuchtes Unterholz stehen wir plötzlich vor der Einmündung des Flusses Cidlina in die Elbe. Eine Brücke ist nicht in Sicht, auch keine Fähre. Also zurück zur Autobahn, die her donnernd Elbe und Cidlina überquert. Die beiden jungen Leute, die wir schon von Tynec her kennen kommen uns entgegen. Sie glauben lieber ihrer Karte, weniger unserer Erzählung und fahren weiter der unüberwindlichen Cidlina zu. Wir wuchten unsere Räder mit Gepäck die Böschung hinauf, auf der Autobahnbrücke über den Fluß entlang zwischen Leitplanke und Brückengeländer und auf der anderen Seite wieder halsbrecherisch hinunter. Räder und Gepäck einzeln nachgeholt. Und das alles hatte uns Eberhardt schon prophezeit, denn er hatte ja im Gegensatz zu uns aufmerksam die Wegbeschreibung gelesen. Mit Genugtuung sehen wir noch das Radfahrerpärchen das Gleiche tun, dann wenden wir uns unserem Tagesziel zu. Der Weg wird allmählich etwas besser und führt wieder direkt an der stillen, ruhig dahinfließenden Elbe entlang. An einem besonders idyllischem Platz hat sich an unserem Weg unter hohen Bäumen ein Biergarten eingenistet. Eberhardt, der wie üblich an der Spitze fährt, hält an und schlägt vor, sich ein Pilsner Urquell zu genehmigen. Natürlich sind wir nach dem anstrengenden Tag alle dafür und folgen gern seinem Vorschlag. Außerdem ist unser Tagesziel, der Kurort Podebrady, nicht mehr weit. So genießen wir, auf groben Holzbänken sitzend, mit Blick auf die Elbe und die im Fluß treibenden Seerosen, in der Nachmittagssonne unser wohlverdientes Pivo. Ein Gedanke drängt sich mir nach dem Verlust der Brieftasche von Bernd und meinem Sturz auf. Vergeblich versuch ich ihn zu verdrängen: Zu allen bösen und guten Dingen gehören in der Regel drei Ereignisse! Schon bald vergesse ich diese dummen Gedanken wieder. Nicht mehr lange und wir fahren in die schöne Kurstadt Podebrady ein. Das Hotel Bellevue nimmt uns auf. Am Hoteleingang hat man zur Schuhreinigung eine Matte im Winkelrahmen hingelegt. Und da geschieht es. Eberhardt stolpert und stürzt fast in die Glasscheibe der Haustür hinein. Doch er kommt mit einigen Schürfwunden und dem Schrecken davon. Nachdem wir uns landfein gemacht haben, lassen wir es uns in der Bila Ruze/Weiße Rose schmecken. Ein Gasthof wie aus Kaiser Franz Josefs Zeiten. Unbedingt weiter zu empfehlen. Dienstag, 15. 06. 04, der Tag verspricht warm zu werden. Schnell lassen wir die Kurstadt hinter uns. Teils auf Landstraßen aber auch an der Elbe entlang kommen wir gut voran. Auch in Lysa finden wir rechtzeitig den Weg nach Bisicky, einer abgeschiedenen Dorfydille an der Elbe mit Rosen an den Straßenrändern. Die Mittagssonne brütet und die Menschen kühlen sich in der Elbe ab. Plötzlich, unweit der Einmündung der Iser in die Elbe, eine ganz neue Brücke und Eberhard meint, über die müssen wir hinüber. Die Sache hat allerdings ihren Hacken, wir müssen Räder und Gepäck wieder einmal über die Treppen tragen. Und auf der andern Seit, oh welche Freud, hat man anstelle der Treppe eine Rampe gebaut ihr liebe Leut. Weiter geht es an der Elbe entlang aber nicht mehr weit. Der Weg endet im Elbwasser. Wir müssen mit unseren bepackten Fahrrädern wieder zurück auf dem gleichen feucht-schmerigen Pfad durch das Schilf. Da es Zeit ist, machen wir auf dem breiter werdenden Uferstreifen, unterhalb eines Hanges mit Villen und deren Gärten, unsere Mittagsrast. Die Sonne brütet. Auf dem gegenüberliegenden Ufer steigt ein Mensch im Adamstkostüm in das Elbwasser, um sich abzukühlen. Eberhard reinigt seinen Rucksack von ausgelaufener Buttermilch. und wir anderen dösen in der Sonne vor uns hin. Da kommt ein distinguierter älterer Herr, bekleidet nur mit Turnhosen und Sandalen, aus einem der Gärten. Er interessiert sich für uns und möchte wissen, wo wir hin wollen. Karli erklärt es ihm radebrechend. Unserem Besucher wird langsam klar, daß wir nicht so recht wissen, wo es weiter geht. Da verschwindet er, kommt mit einem Fahrrad zurück und führt uns zuverlässig durch Brandeis/Brandys, Altenbunzlau/Stara Boleslav und weiter durch eine unübersichtliche Auenwildnis sicher auf den Weg nach Melnik. Wir verabschieden uns dankend von ihm. Jetzt noch einige böhmische Dörfer und wir sehen die Türme von Melnik hoch über der Elbe vor uns liegen. Zur Stadt hinauf lassen wir uns zur Einstimmung auf halber Höhe noch ein Pilsner schmecken. Das Hotel Jaro verbreitet zwar keine anheimelnde Atmosphäre, liegt jedoch günstig zum Schloß und bietet einen weiten Blick in die böhmische Ebene und auf das Mittelgebirge. Infolge der EM sortieren wir uns einvernehmlich in Fußballfans und in Genießer und sehen uns erst am nächsten Morgen wieder. Mittwoch, 16. 06. 04, eine frische Brise aus Nordwest wehte uns entgegen, als wir über die belebte Elbbrücke Melnik verlassen. Und so ging es weiter. Wir mußten fast ständig gegen den starken Gegenwind anstrampeln. Meist ging es über wenig befahrene Nebenstraßen in Elbnähe voran. Die Gegend blieb flach, ohne besondere Eindrücke. Trotz der Großartigkeit des Raudnitzer Marktplatzes fanden wir dort keine ordentlich Wirtschaft. Beeindrukt waren wir jedoch auf der Weiterfahrt in Richtung Leitmeritz von der Gedenkstätte Theresienstadt/Terezin. Wir gedachten der vielen Menschen die auch aus der Gegend um Frankfurt am Main hier Ihr Ende fanden oder nach Auschwitz weiter transportiert wurden. Im dicken Berufsverkehr durchfuhren wir auf unseren Rädern die Festungsstadt und überquerten ein weiteres Mal die Elbe, um nach Leitmeritz/Litomerice zu gelangen. Das Hotel Salva Guarda am Marktplatz war leicht gefunden und die Zimmer mit Fenstern zu einem Innenhof mit plätscherndem Brunnen-außer jenes von Eberhard- waren Klasse. Karli setzte sich allerdings erfolgreich dafür ein, daß Eberhard ein besseres Zimmer zugewiesen bekam. Das Abendessen genossen wir im Restaurant Tyrsovo namesti. Donnerstag, 17. 06. 04, Sonne und blauer Himmel. Ein wunderschöner Sommertag erwartete uns am nächsten Morgen. Um die Schönheit des Mittelgebirges mitzubekommen und die Aussicht auf das Elbtal von Kamaik/Kamyk aus zu genießen, fuhren wir nicht den bequemen Weg über den Weinort Groß Tschernosek/Velke Zernoseky an der Elbe entlang, sonder wählten die anstrengedere Tour über die Berge. Die Gegend wurde im 19. Jahrhundert von den Romantikern Ludwig Adrian Richter und Caspar David Friedrich durchstreift und findet sich in vielen ihrer Binder wieder. Die Anstrengung lohnte sich auch diesmal wieder. Ein Kranz von Kegelbergen, teiweise mit Burgen besetzt, bot sich unseren Augen. Dazwischen blitzte hier und dort in der flirrenden Luft des Sommersonnentages der Wasserspiegel der Elbe auf. Heinrich von Kleist kam das Land hier vor "wie ein bewegtes Meer von Erde, die Berge in den schönsten Linien geformt, als hätten die Engel im Sande gespielt". Kameik/Kamyk mit seiner Burg könnte gut als Kulisse für eine Oper von Smetana gedient haben, der sich hier, wie auch Ludwig Richter, gern aufhielt. Satt von den herrlichen Ausblicken flogen wir auf unseren Rädern der im Tal blinkenden Elbe zu und hielten erst an der Schleuse, unterhalb der Burg Schreckenstein/Strekov wieder an. Gern wäre ich -wie weiland Richard Wagner, der hier die Anregung zu seinem Tannhäuser fand- auch zu ihr empor gestiegen, doch war dies aus Zeitgründen nicht möglich. Schnell fuhren wir an Aussig/Usti n. L. mit seiner berühmt berüchtigten Bogenbrücke vorüber. Doch in Großpriesen/Velke Brezno hatten meine Gefährten Verständnis und ließen mich kurz das Stammschloß der Gräfin von Chotek, Hofdame der Kaiserin Elisabeth und als Herzogin von Hoheneck in morganatischer Ehe mit dem östereich-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand verbunden, besuchen. Mit ihm fiel sie dem Attentat von Sarajewo am 28. 06. 1914 zum Opfer das, den 1. Weltkrieg auslöste. Weiter ging es in Richtung Tetschen/Decin, durch Wegebaustellen etwas behindert, denn der Elberadweg wird hier vorzüglich ausgebaut. Die spätnachmittägliche Hitze macht uns zu schaffen. Doch dann erhebt sich plötzlich Tetschen/Decin, auf dem weiten Talgrund der Elbe, an der Mündung des Polzenflusses gelegen, vor uns. Im Feierabendverkehr überqueren wir den Fluß auf der neuen häßlichen Betonknotenbrücke und kommen in den Bodenbacher/Podmokly Stadtteil. Ganz in der Nähe des Aufstiegs zum Restaurant auf der Schäferwand liegt unser Hotel. Bevor wir unsere Zimmer beziehen, genießen wir auf der gegenüberliegenden Hotelterrasse unterm Sonnenschirm unser wohlverdientes Pilsner Urquell. Zum Abendessen erklimmen wir das Restaurant auf der Schäferwand mit herrlichem Rundblick über die Stadt. Auf dem Heimweg kommen wir in ein Gewitter mit einem heftigen Regenguß, den wir unter der undichten Überdachung einer Wildfütterungsstelle einigermaßen überstehen. Freitag, 18. 06. 04, der Morgen ist trüb und das Frühstück schmal. Dennoch machen wir uns unverzagt auf, die letztem 20 KM bis zur deutschen Grenze hinter uns zu bringen. Die Landstraße verläuft auf der anderen Seite der Elbe. Neben unserem holprigen Radweg befindet sich -man sieht es ihr garnicht an- die internationale Eisenbahntrasse, welche auf direktem Weg Berlin -über Dresden und Prag/Praha- mit Wien verbindet. Das Flußtal der Elbe ist hier eng und feucht. Die Berghänge sind dicht bewaldet, auf der Elbe ist so gut wie kein Verkehr. Weder von der wichtigen Bahn-, noch Straßenverbindung kann man etwas sehen. Friedrich der Große zog hier an der Spitze seiner Truppen zu den Schlachten von Lobositz, Prag und Kolin ebenso lang, wie knapp 200 Jahre später die Kolonnen der ausgetriebenen Deutschen. Bei Herrnskretschen/Hrensko ist der tiefste Punkt Böhmens erreicht. Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland heißt es. Das Tal weitet sich und die Sandsteinfelsen recken ihre Häupter über die Baumwipfel. Bad Schandau, Lilienstein, Königstein und die Bastei ziehen vorüber. Bernd erhält über Handy die Nachricht, daß seine Brieftasche inzwischen schon zuhause ist. Nur das Geld fehlte! Bei Kleinzschachwitz biegen wir vom Elberadweg ab in Richtung Kreischa. Der Weg zieht sich und Regen kommt auf. Im Lockwitzgrund unterfahren wir die riesige Brückenbaustelle der A 17, die neue Direktverbindung von Sachsen nach Böhmen mit Untertunnelung des Erz- und Mittelgebirges. Dann ist man von hier aus in 30 Autominuten in Leitmeritz/Litomerice und in 50 Minuten in Prag/Praha. Die überaus wichtige Verkehrsachse Berlin-Dresden Prag-Wien der vergangenen Jahrhunderte wird den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts angepaßt. Unsere Tour endet hier. Es war eine erlebnisreiche Fahrt voller neuer Eindrücke und Erfahrungen. Ohne die Unterstützung meiner Gefährten wäre mir der Weg allerdings manchmal recht dornig geworden. Karben im August 2004, Wolfgang Langer

Hanns-Peter Schach replied on -

Wir sind den Elberadweg von Dresden nach Prag in 4 Tagesetappen gefahren. Hauptgesichts-punkt waren dabei nicht das Zurücklegen großer Entfernungen, sondern das Kennenlernen einer besonderen Landschaft sowie von Land und Leuten. Auf deutscher Seite ist der Weg bes-tens präpariert und ausgeschildert, was bei dem regen Radverkehr auch notwendig ist und fah-ren ohne Karte ermöglicht. Die wundervolle Region des Elbsandsteingebirges von wenigen Ki-lometern nach Dresden bis nach Decin kommt aus dieser Perspektive besonders eindrucksvoll zur Geltung und auch erfahrenen Elbsandstein-Wanderern wie uns eröffnen sich vielfältige neue Eindrücke. Auf tschechischer Seite setzen sich die überwältigenden Eindrücke fort, wobei hier die Aus-schilderung des Weges auf einigen Streckenabschnitten noch nicht abgeschlossen ist und das Mitführen guten Kartenmaterials erfordert. Schlechte Wegabschnitte und kurze Wegabschnitte auf zum Teil stark befahrenen Streckenabschnitten sollten jedoch nicht abschrecken, die Tour in ihrer Gesamtheit zu genießen. Die von uns gewählten Etappenziele Hrensko, Litomerice, Melnik und Prag entschädigten mit ihren Eindrücken und Sehenswürdigkeiten für alle Unan-nehmlichkeiten des Wegs. Unser Tipp: Informationen zu Sehenswürdigkeiten dieser Internetsei-te (elberadweg.cz) und unscheinbare, fern der Haupt-Touristenströme liegende Gastlichkeiten besuchen. Diese lassen noch die typische Gastfreundlichkeit dieses Landes sowie die böhmi-sche Küche erleben, welche in den großen Touristenzentren dank einsetzender EU-Gleichmacherei leider schwinden. Eine besondere Herausforderung waren die direkt an der Moldau liegenden, kaum 1 Meter brei-ten Wege auf dem letzten Streckenabschnitt zwischen steiler Felswand mit wurzeligem Pflan-zenwuchs auf dem Fahrweg und senkrechter, geländerloser Kaimauer zur Moldau. Diese Stre-cke sollten nur wirklich starknervige, geübte Radfahrer mit geländegängigem Material angehen, für Kleinkinder, Senioren und viel Gepäck ist dieser Pfad ungeeignet. Noch ein Tipp: für all jene, welche die Strecke ohne Auto zurücklegen wollen und Bahntransport in einer Richtung erwägen, sollten auf die Fahrplanauskunft eines Deutsche-Bahn-Computers der Strecke in ihrer Gesamtheit verzichten, welcher hier abenteuerliche Streckenführung und utopische Reisezeiten ausspuckt. Das kurze Teilstück von Decin (noch kürzer: Dolni Zleb, in Decin umsteigen) wieder per Rad zurückzulegen erspart Geld und Nerven. Schade, dass die Deutsche Bahn an dieser Stelle den Bewegungswillen eines wachsenden Bevölkerungsanteils beständig ignoriert und auf der Fernstrecke von Prag keine Fahrradmitnahme ermöglicht. Vielen Dank dem Team von elberadweg.cz für die hilfreichen Infos zur Strecke und viel Erfolg bei der weiteren Gestaltung des Radwegs in unserem schönen Nachbarland Tschechien. Hanns-Peter Schach

Walter Tattermusch replied on -

Eigentlich wollten wir, d.h. Dietrich aus Stuttgart (65), Edgar (53) aus Schwäbisch-Hall, Norbert (64) aus Renningen-Malmsheim und ich (Walter, 56) aus Stuttgart in diesem Jahr den Inntalradweg vom Maloja-Pass bis Passau fahren. Wir machen seit Jahren jeweils zu Pfingsten eine einwöchige Fahrradtour, hatten schon Karten und Info-Material für die Inntalstrecke gesammelt und wollten uns dann im Februar für die konkrete Fahrtplanung zusammensetzen. Dann gab es zwei wichtige Ereignisse: Zunächst einmal besuchte ich im Januar die Touristikmesse CMT auf dem Stuttgarter Killesberg, dort den Infostand der Tschechischen Republik und nahm den Prospekt „Tschechien – Radfahren in grenzenloser Weite“ mit, in dem eine ganze Reihe von Touren beschrieben ist (unter anderem auch die schöne Strecke Wien-Prag, die ich vor 4 Jahren mit Dietrich gefahren bin). In diesem Prospekt fand ich auch den Elberadweg sehr schön beschrieben und dachte mir, „das wäre doch was für das nächste Jahr.“ Dann kam das Planungstreffen im Februar. Wir saßen bei Norbert zusammen, die Pläne und Karten lagen auf dem Tisch und Edgar monierte, dass er zu seinem Missvergnügen festgestellt habe, dass der Inntalradweg doch über große Strecken entlang der Autobahn verlaufe und das sei doch eben nicht schön! – Nachdenkliches Schweigen war die Folge. Daraufhin meine Frage, wie es denn wäre, wenn wir statt dessen die Elbe.................. Ja, wie und wo und was? Dann haben wir gemeinsam den Prospekt studiert. Dietrich schwelgte gleich in Erinnerungen an die gute böhmische Küche, die er vor vier Jahren genossen hatte und dann wurde sehr schnell beschlossen: Wir fahren die Elbe entlang! Mir fiel die schöne, aber nicht ganz leichte Aufgabe zu, die Fahrt logistisch vorzubereiten. Zunächst einmal: Einen Radwanderführer für die Strecke gibt es nicht. Die von mir befragte Buchhandlung meldete Fehlanzeige. Aber: Gute Radwanderkarten 1 : 75.000 für Tschechien gibt die Firma SHO-Cart heraus (http://www.shocart.cz/index_eng.html), die im Internet recht umfassend vertreten ist. Dort habe ich ein Verlagsverzeichnis bestellt, das schnell kam und daraus habe ich dann die notwendigen Karten für die Strecke von Spindleruv Mlyn bis Decin ausgesucht. Es handelte sich um die Karten Nr. 104, 113, 114, 128, 127, 111, 109. Aber wie komme ich an die Karten? Zum Glück gibt es den guten Freund Thomas Bonek in Prag, den ich angerufen habe und der so lieb war, die Karten zu kaufen und mir zu schicken. Danke! Freunde sind doch etwas Schönes. Als die Post das Päckchen mit den Karten lieferte, wusste ich bereits, dass es auch einfacher gegangen wäre. In Kiel gibt es eine Versandbuchhandlung mapfox, bei der man via Internet auch die Karten der Fa. SHO-Cart ganz einfach bestellen kann (http://www.mapfox.de/). Also beim nächsten Mal! Ab - Litoměřice / Leitmeritz wollten wir dann das bikeline-Radtourenbuch Elberadweg Teil 1 (Prag-Magdeburg) aus dem Verlag Esterbauer benutzen. Wie sollten wir aber nun zu dem Anfang des Elberadwegs in Špindlerův Mlýn kommen? Špindlerův Mlýn hat keinen Bahnanschluss. Wir überlegten uns, im Nachbartal in Harrachov, das man von Stuttgart aus mit der Eisenbahn über Prag erreichen kann, zu beginnen und dann von dort aus mit dem Rad Richtung Spindleruv Mlyn zu fahren – keine schlechte Idee. Das sind ca. 20 zusätzliche Kilometer – allerdings mit erheblichen Steigungen (900 Höhenmeter). Aber: Edgar organisierte einen Kleinbus mit Fahrer, der uns komfortabel bis Spindleruv Mlyn bringen und der uns dort unserem Schicksal überlassen sollte. Also war dieses Problem auch gelöst. In Spindleruv Mlyn ankommen, würden wir zunächst einmal ein Ausgangs-Quartier benötigen. Dieses wollten wir möglichst frühzeitig buchen. Das Touristik Büro INFO CENTRUM Přední Labská 47, 543 51 Špindlerův Mlýn, Tschechische Republik Tel.: +420-499-433 148 / Fax: +420-499-433 355, (http://www.spindleruv-mlyn.cz/), E-mail: info@spindleruv-mlyn.cz, bereitete uns zunächst einmal eine Enttäuschung. Herr Ondra erklärte mir, dass zu Pfingsten die deutschen Touristen kommen und dass es recht voll sein werde. Eine langfristige Buchung für eine Nacht durch vier Radwanderer ist nicht gerade der Hit, den sich die Hotelbesitzer vorstellen! Aber man werde sich bemühen, um uns zu versorgen. Wir sollen uns keine Sorgen machen, wir würden zwar kurzfristig, aber rechtzeitig eine Unterkunft erhalten. Ich machte mir trotzdem Sorgen. Unnötig, denn vier Tage vor Reisebeginn erhielt ich das Mail: Das Hotel Bedříška freue sich, uns als Gäste begrüßen zu können. Wie konnte ich mir nur Sorgen machen! Vielen Dank an Herrn Ondra und Frau Skopeckova! Für die weitere Fahrt hatten wir vor, uns jeweils dann einen Gasthof oder ein Hotel zu suchen, wenn wir genug geradelt wären. Ein Blick ins Internet zeigt, dass es auf der Strecke genügend Quartiere gibt. Ausführliche Übersichten finden sich z.B. bei www.travelguide.cz; www.pensionhotel.cz; und anderen Anbietern. Außerdem sind in den Beiheften zu den Landkarten der Fa. ShoCart auch in gewissem Umfang Unterkünfte und Werkstätten verzeichnet. Schließlich haben wir unsere Räder mit den neuen „unplattbaren“ Reifen von Schwalbe ausgestattet, um nicht übermäßig mit Flicken beschäftigt zu sein. Angesichts der vielen Glasscherben auf dem Weg war das eine gute Vorsichtsmaßnahme. Die Tour vom 20.05. bis 30.05.2004 Am 20.05.2004 soll um 7.00 Uhr in Stuttgart der Start sein. Die Fahrräder von Dietrich, Norbert und mir sollen zunächst auf mein Auto geladen werden. Wir wollen dann gemeinsam nach Schwäbisch Hall fahren. Dort werden wir dann den von Edgar organisierten Kleinbus besteigen und ins Riesengebirge fahren. Norbert ist schon um ½ 7 Uhr da. Wir laden die Fahrräder auf und warten. Dietrich kommt um 7.15 Uhr Na schön. Schnell noch sein schönes neues Fahrrad aufgeladen und dann fahren wir los. Wohl etwas zu schnell, denn auf der B 14 bei Fellbach tut es einen Schlag und wir können Dietrichs Fahrrad durch das rechte Seitenfenster betrachten. Nothalt! Das Fahrrad hat sich aus der Halterungsstange gelöst. Die Räder hängen aber noch in der Führungsschiene. Das Fahrrad wird aufgerichtet. Wir kommen mit einer kleinen Verspätung in Schwäbisch Hall an und stellen fest, dass das Hinterrad von Dietrichs Fahrrad verbogen ist. Wir beratschlagen kurz und entschließen uns dann, das beschädigte Fahrrad in Schwäbisch Hall zu lassen. Dietrich bekommt als Ersatz das Fahrrad von Edgars Sohn Martin. Wir beladen den Kleinbus und dann geht’s um 9.00 endlich los. Die Stimmung ist gehoben optimistisch, wenngleich Dietrich sich offensichtlich schwere Gedanken um sein schönes neues Fahrrad macht. Um 17.00 Uhr kommen wir in Spindlermühle an und fahren gleich zur Passhöhe Spindleruv Mlyn / Przesieka, wo wir vor der Spindleruv Mlyn Bouda stehen, den Blick über das Riesengebirge (mit einigen Schneefeldern) gleiten lassen und natürlich auch hinüber nach Polen sehen. Schön ist es hier – aber auch recht frisch. Den Weg zur Elbequelle müssen wir uns verkneifen, weil die Quelle im Nationalpark liegt und die dorthin führenden Wege mit Fahrrädern nicht befahren werden dürfen. Allerdings sehen wir mit einer gewissen Wehmut auf die vielen abgestorbenen Bäume. Das Waldsterben ist hier offensichtlich ein großes Thema! Dann geht es hinunter in den Ort, wir schauen erwartungsvoll auf die Elbe, die hier fast 7 Kilometer jung ist, als munteres Gebirgsflüsschen kräftig rauscht und die wir in den nächsten 10 Tagen auf ihrem Weg begleiten wollen. Das Hotel ist gut, wir schlafen fest. Am 21.05.2004 um 9.00 Uhr starten wir am Hotel. Der Himmel ist „heiter bis wolkig“. Es ist ausgesprochen kühl. Wir haben lange Radlerhosen und Windjacken an und fahren auf der mittelmäßig befahrenen Landstraße längs der Elbe, die hier über Felsen zu Tale rauscht. Auf der Straße gibt es seitlich einen (mehr oder weniger gut erkennbaren) weißen Streifen, der unseren Bewegungsfreiraum auf der Straße markiert. Ein Radwegwanderzeichen mit Hinweis auf den Radwanderweg 24, auf dem wir uns befinden, ist allerdings nirgendwo zu sehen. Zunächst geht es schön bergab bis Vrchlabí, dann durch Hostinné und dann taucht an der Weggabelung bei Horni Debrné plötzlich, jählings und unerwartet ein richtiges Radwanderzeichen auf. Wir freuen uns darüber. Bei der Fahrt durch die Dörfer werden wir von ausdauerndem Hundegebell begleitet. Der erste Hund in der Straße fängt an, der Nachbarhund setzt das Gebell fort, so dass, bis wir zum Ende des Dorfes kommen, alles im Aufruhr ist. Bei Horní Nemjov haben wir die erste Steigung, bei der wir so richtig die Schwere unseres Gepäcks spüren und kommen dann gegen Mittag in Dvůr Králové an. Am Marktplatz steht das schöne sgraffito-geschmückte Renaissancerathaus aus dem 16. Jahrhundert. Nach einem bewundernden Blick darauf zieht es uns aber in den Gasthof im Innenhof eines der den Marktplatz umgebenden Häuser, wo wir uns stärken. Der Himmel meint es gut mit uns, es bleibt weiter heiter bis wolkig, wir kommen nach Kuks. Dort gab es links der Elbe ein Schloss mit Badeanlagen (Mineralquellen), von dem nur noch noch eine breite Treppe übriggeblieben ist, an der links und rechts treppenartig das Wasser herunterfließt. Vom Fuß der Treppe dann ein Blick auf die rechts auf der Anhöhe liegende beeindruckende ehem. Spitalanlage, zu der wir uns dann stöhnend hocharbeiten. Dann geht es weiter, in Brod „verlieren“ wir das Wanderzeichen, fahren „Lehm- und Wiesenwege“ und gelangen dann nach Jaroměř. Von dort geht es wieder über mäßig befahrene Landstraßen nach Hradec Králové (Königgrätz). Wir haben 91 km hinter uns. Unser Wunsch nach Hotelzimmern am wunderschönen dreieckigen Marktplatz mit einer hohen Mariensäule (Pestsäule 1717), Kathedrale und Rathaus lässt sich leider nicht verwirklichen. Wir finden Unterkunft im (Inter-)Hotel Alessandria. Kaum haben wir die Hotelhalle betreten, bricht draußen ein Unwetter aus. Es stürmt und regnet. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, wollen wir Essen gehen – nicht im Hotel! Edgar bestellt wegen des Unwetters ein Taxi und bittet den Fahrer, uns zu einem „guten Restaurant“ zu fahren. Das tut der auch. – Besser wäre es allerdings gewesen, dem Fahrer zu sagen, dass das Restaurant auch im Stadtzentrum liegen sollte. Der Fahrer fährt uns weit hinaus vor die Stadt zu einem guten Lokal – er hat dabei ein gutes Geschäft gemacht. Am 22.05.2004 starten wir um 9.00 Uhr. Es hat über Nacht deutlich abgekühlt. Der Himmel ist relativ stark bewölkt. Wir haben kräftigen Gegenwind. Über mäßig befahrene Landstraßen geht es nach Pardubice. Am Stadtbeginn gibt es ein Wehr, das die Elbe staut. Die Ausschilderung dort ist etwas verwirrend, auch aus der Karte werden wir nicht recht schlau. Wir fahren rechtselbisch weiter. Das ist natürlich falsch. Wir hätten über das Wehr die Elbe überqueren müssen. Nach Durchfahren der sehenswerten Pardubicer Altstadt sind wir wieder auf der „richtigen“ Landstraße. Norberts Trinkflasche ist leer. In Opocinek repariert die freiwillige Feuerwehr ihr Gerätehaus. Die gibt ihm natürlich gerne genügend Wasser. Eine alte Babka, die - wie sie dann erzählt - 81 Jahre alt ist, spricht bei dieser Gelegenheit Norbert und Edgar an. Sie spricht nur – die beiden aber kein – Tschechisch. Es ergibt sich eine interessante und witzige Unterhaltung „mit Händen und Füssen“. Sie erzählt von ihrem Mann, der wohl Zwangsarbeiter war, von ihrem Enkelkind, das die Matura gemacht hat und von Vielem mehr, was Norbert und Edgar nicht verstehen. Eine wichtige Botschaft will sie uns aber übermitteln und holt dazu ganz aufgeregt ihren Nachbarn dazu; wir sollen erst geradeaus und dann rechts fahren, der ursprünglich von uns vorgesehene Weg ist auf dem nächsten Kilometer ganz schlecht. Wir verstehen die Botschaft und befolgen sie. Hinter Valy fahren wir an zwei wunderschönen großen Badeseen vorbei. Die Sonne scheint zwar, aber es ist richtig kalt! An Baden ist nicht zu denken. Es ist Mittag, meine Mitfahrer haben Hunger. Edgar und Norbert, die etwa 200 Meter vorgefahren sind, halten in Semin vor einem Hostinec und wollen dort offensichtlich essen. Ich kenne Hostinec's zu Genüge und weiß, dass diese – wenn man die Ansprüche meiner Mitreisenden zugrunde legt – nicht ohne weiteres zu genießen sind. Es gibt da gewaltige Unterschiede. Eine vorherige Besichtigung ist immer zu empfehlen. Auf meine verwunderte Frage, ob sie denn da schon hineingeschaut hätten, antworten sie mit „ja“. (Sie hatten allerdings nur durch’s Fenster geschaut!) Jedenfalls sind wir hinein. Es handelt sich um ein Hostinec der früheren Klasse III - IV. Auf dem Tisch gibt es zwar Tischdecken, die aber Brandlöcher aufweisen. Die Zigarettenasche der letzten Tage liegt auch noch drauf. Die Luft im Raume ist tabakaromatisiert. Wir bestellen ein volkstümliches Gericht, nämlich panierten Käse. Der Wirt legt uns dann die Bestecke hin, und Edgar meint ganz trocken, er werde wohl schon allein von den Essensresten zwischen den Zinken der Gabel satt werden. Nun denn, wir haben Hunger und Durst. Ich nehme einfach die Brille ab und lasse es mir schmecken. Dies ist (leider) der erste und einzige Hostinec-Besuch auf dieser Reise. Die Herrschaften besuchen dann nur noch Gasthäuser mit der Aufschrift Restaurace. Eigentlich schade! Bei Selmice ist ein großes Gestüt. Wir zählen rd. 80 Pferde, die auf der großen Koppel grasen – edle Gestalten! Hinter Týnec geht es dann auf der Hauptstraße (ohne Fahrradweg) schnell bergab. Am Straßenrand mehrere kleine Holzkreuze. Wir sehen ein älteres Paar, das Blumen niederlegt und: die Autos rasen vorbei! Wir freuen uns, dass wir bald von der Straße abbiegen können. Nun geht es auf Lehm-, Schotter- und Feldwegen weiter und wir erreichen dann Kolín! Hinter uns liegen 81 km. Quartier nehmen wir im sehr schönen Hotel Theresia. Zum Abendessen laufen wir in die Stadt hinunter. Es ist richtig kalt geworden. Nach einem ausgedehnten Rundgang durch Straßen und Gässchen sowie über den schönen Marktplatz und der Besichtigung mehrerer Restaurants beschließen meine Mitfahrer, doch lieber im Hotel zu Abend zu essen. Nach dem Hostinec-Erlebnis streben sie nach Sicherheit. Das Essen im Hotel ist wirklich gut. Am 23.05.2004 zeigt sich beim Aufstehen ein blauer Himmel. Schön, denn die Straßen sind nass. Die Dame an der Rezeption bestellt freundlicherweise telefonisch schon unser nächstes Quartier. Wir werden in Melnik im Hotel Ludmilla wohnen. Als wir nach dem Frühstück die Fahrräder beladen, nieselt es. Wir ziehen unsere Regenkleidung an. Es ist ausgesprochen kalt. Wir wechseln auf die andere Elbeseite und fahren dann auf einem schönen, zunächst asphaltierten, gut ausgeschilderten Fahrradweg. Es geht durch ausgedehnte Naturschutzgebiete, dann auf lehmigen (durch die Nässe rutschigen) Wegen. Die Vögel singen, wir sehen Fasane und viele Schwalben, die ganz niedrig zwischen uns her fliegend nach Futter suchen. Von Mücken aber keine Spur! Vier Kilometer vor Poděbrady verfahren wir uns bei der Autobahnbrücke der D 11 / E 46. Wir hätten uns links halten sollen, fahren aber halbrechts. Als wir den Fehler bemerken, sind wir bei der Bundesstraße 32. Wir kämpfen uns mit den Rädern die Böschung hoch. Es ist eng, steil und rutschig. Mein Fahrrad schlägt mit dem Kettenblatt kräftig auf einen Betonsockel. Es scheint aber weiter nichts passiert zu sein. Dann fahren wir auf der Standspur der Bundesstraße weiter. Norbert wird ziemlich nervös, weil er glaubt, dass die Straße für Fahrräder verboten sei. Die Polizei werde uns wohl bald holen. Bei Vrceni fahren wir dann ab und kommen über die Landstraße bei strömendem Regen nach Poděbrady. Dort stärken wir uns in einem Restaurace mit kräftiger Suppe. Es geht weiter entlang der Elbe bis Nymburk. Kurz vor Nymburk hagelt es gewaltig und ausdauernd. Dann klart es kurz auf und beginnt aber gleich nach Nymburk wieder stark zu regnen. Der Weg (lehmig, holprig, schmal, stellenweise sumpfig) hat streckenweise den Charakter eines Pfades und wird sehr rutschig. Die Fahrt kostet unwahrscheinlich Kraft. Wir kommen kaum voran. Im Sommer bei trockenem Wetter muss es hier wunderschön sein, aber jetzt ist das keine Strecke für Trekking-Räder. Da würden sogar Mountainbikes Probleme haben! Kurz vor dem Wehr bei V Chaloupkach hat sich der Feldweg in einen totalen Sumpf verwandelt. Die Räder rutschen und wir bleiben stecken. Der Wind pfeift, es gießt in Strömen, der Regen kommt uns fast waagerecht entgegen. Der Feldweg erweist sich als kräfteraubend. Als wir den hinter uns gelassen haben, kommen wir auf eine Holperstrecke. Wir werden alle durchgeschüttelt. Dietrich hat die Nase voll und fordert vehement, dass wir jetzt ab sofort auf einer Landstraße fahren. Dies ist im Hinblick auf den fortgeschrittenen Tag und die bisher zurückgelegte Wegstrecke ein guter Vorschlag. Am Wehr bzw. der Schleuse bei Čelákovice wechseln wir deshalb auf die andere Elbeseite und fahren dann bei strömendem Regen die Landesstraße 245 bis Brandys n.L., dann weiter über ein kleines Sträßchen über Záryby nach Kostelec. Der Wind pfeift uns immer noch entgegen. Es sind etwa 4 Grad. Wir fahren dann weiter auf der Landesstraße 101 bis Neratovice und sind dort mit unseren Kräften ziemlich am Ende. Wir sind trotz der (inzwischen mit Schlamm verschmierten) Regenkleidung durchnässt und es wird uns richtig kalt. Trotz der feuchtigkeitabweisenden Langlaufhandschuhe, die ich angezogen habe, sind meine Finger so klamm, dass ich kaum Schaltung und Bremsen bedienen kann. Das letzte Stück auf der Landesstraße 9 Richtung Melnik ist eine Qual! Dann kommt das Orteingangsschild Melnik (Es ist 18.00 Uhr und 82 feuchte km liegen hinter uns!) und.... die Sonne scheint plötzlich! Das tröstet uns jetzt auch nicht mehr. Das Hotel Ludmilla ist gleich am Ortseingang rechts. Sofort ins Zimmer und ganz heiß duschen! Das Abendessen wird mit heißem Tee, Schnaps und einer Knoblauchsuppe eingeleitet. Dieser Tag war der absolute Härtetest für Mensch und Material. Edgar berichtet beim Abendessen, welche Probleme er mit der Dusche hatte: Aus dem Warmwasserhahn kam nur kaltes Wasser. Mir als Brillenträger war gar nicht aufgefallen, dass die Wasserhähne in unseren Zimmern alle falsch herum angeschlossen waren! Ich hatte (ohne Brille) einfach nur die Hähne aufgedreht. Eine leichte Behinderung ist offensichtlich manchmal von Vorteil! (Aus heutiger Sicht: Es wäre richtig gewesen, diese Strecke zu halbieren und sie in zwei Tagesetappen zu fahren. Dann wäre die Sache erträglicher gewesen! Aber wer konnte ahnen, wie sich der Weg und das Wetter entwickelt? Hinterher ist man halt immer klüger!) Am 24.05.2004 starten wir um 9.00 Uhr am Hotel, schauen hinauf zu dem blauen Himmel, an dem sich einige Wolken zeigen, fahren in die Stadt, schauen uns die (leider geschlossene) Propsteikirche und die Kirche der 14 Nothelfer von außen an und blicken von der Aussichtsterrasse hinunter auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Die Elbe ist zwar an dieser Stelle noch nicht so lang wie die Moldau, führt aber mehr Wasser und ist auch viel weiter hinauf schiffbar. Es ist immer noch recht kalt! Auf wenig befahrenen Landstraßen strampeln wir fleißig gegen den Wind. In Dolní Beřkovice, dessen Kraftwerk wir schon von ferne sehen (aber nicht riechen, weil es inzwischen eine Entschwefelungsanlage gibt), gibt es im Restaurace eine Suppe. Bei Racice macht die Elbe einen Bogen und fließt nach Südwesten. Wir sind sehr gespannt und werden nicht enttäuscht: Der Wind dreht sich und wir haben weiterhin nur Gegenwind. Schließlich kommen wir nach Terezín / Theresienstadt. Es geht zunächst an der Festung entlang, bis wir den Eingang und damit auch die KZ-Gedenkstätte erreichen, die wir tief bewegt betreten. Es ist ein erschütternder Ort, an den insgesamt rd. 140.000 Juden verbracht wurden. Ich denke an meine Tante Ida, die hier die Jahre 1942 bis 1945 verbringen musste. Wir fahren dann weiter nach Litoměřice und nehmen Quartier im Hotel Salve Guarda direkt am Marktplatz, einem Renaissance-Gebäude mit Sgrafitti außen und schönen Zimmern innen, in dem wohl schon berühmte Gäste waren (z.B. Madeleine Albright) und in dem wir dann auch ein stilvolles Abendessen einnehmen. Die Tagesetappe betrug 74 km! Den Stadtrundgang nutzen wir dazu, für mich einen neuen Sattel zu kaufen. Der alte hat die holperige Wegstrecke nicht überstanden. Am Marktplatz bewundern wir die Dekanalkirche, den Stadtturm, das Kelchhaus mit seiner eigenartigen Kuppel, die Pestsäule und machen dann einen ausgedehnten Spaziergang durch malerische Gässchen und Laubengänge. Norbert besucht die Abendmesse und ist über die große Zahl der Besucher erstaunt. Im Hotel sind auch andere Radler. Einer ist mit dem Fahrrad von Prag gekommen. Er hat einen „Einradanhänger“, mit dem er auf den tschechischen Radwegen wohl noch keine guten Erfahrungen gemacht hat und mit dem er sein Zelt transportiert. Er hat sich 4 Wochen für die Strecke bis Cuxhaven vorgenommen. Wir unterhalten uns mit zwei Engländern, die mit dem Rennrad in acht Wochen Tschechien, die Slowakei, die Ukraine und Slowenien erkunden wollen............, na denn, gute Fahrt! Am 25.05.2004 starten wir um 9.00 Uhr bei der Wetterlage „heiter bis wolkig“. Es ist immer noch sehr kühl! Ab hier benutzen wir das bikeline-Radtourenbuch. Entlang der Landstraße und der Eisenbahnlinie geht es auf Fahrradwegen recht gut voran. Zwischen Cirkvice und Sebuzin blockiert plötzlich meine Kette, sie hängt im Zahnkranz fest, das mittlere Kettenblatt ist völlig verbogen. Ich kann nicht mehr weiter. Aber: Dieses passiert genau unter dem Hinweisschild auf die Fahrradwerkstatt „Velo-Novy“, die sich 50 Meter oberhalb des Radweges befindet. Wir schieben das Rad hinauf, müssen uns kurz mit dem Schäferhund des Besitzers unterhalten und dann wird das Rad repariert. Eine Stunde vergeht, dann ist es fertig. Neues Kettenblatt und neues Tretlager = 85 Euro. Dann können wir wieder kräftig in die Pedalen treten. Über Fahrradwege und wenig befahrene Straßen geht es an Usti und Schloß Velké Březno / Schloss Groß Priesen vorbei nach Děčín. In Děčín wechseln wir auf die andere Elbeseite und bleiben in Horní Zleb auf dem Weg unten an der Elbe und fahren nicht den Berg hinauf. Dies ist ein Fehler, denn die nun folgende Strecke bis Čertova voda. ist kein Radweg, sondern allenfalls eine Teststrecke für Federgabelhersteller. (Diese Strecke ist für Gebissträger ungeeignet!) Anschließend geht es auf dem asphaltierten Radweg normal weiter. Von der Grenze merken wir nichts. Es gibt keinen Schlagbaum mehr – das vereinte Europa lässt grüßen! Wir bleiben dann auf der linken Elbeseite bis Bad Schandau und setzen dort mit der Fähre über. Im Fremdenverkehrsamt vermittelt man uns die letzten freien Zimmer – die Saison hat schon begonnen! Diese Tagesetappe betrug 69 km. Am 26.05.2004 starten wir bei Nieselregen in Bad Schandau. Unser Hotelwirt gibt uns gute Wünsche mit auf den Weg, nachdem er uns noch gezeigt hat, bis wohin im letzten Jahr das Elbehochwasser reichte. Das Hotel ist zwar renoviert, im Untergeschoss – so klagt er - muffelt es aber trotzdem immer noch, insbesondere bei feuchtem Wetter. Wir fahren zunächst rechtselbisch, setzen dann bei Königstein auf die linke Elbeseite über und haben nun einen wunderbaren Blick auf die Felsen des Elbsandsteingebirges, die sich mächtig über das Flusstal erheben. Den Blick können wir auch genießen, denn wir befahren jetzt asphaltierte Wege. Wir fahren mal unterhalb, mal oberhalb der Eisenbahnschienen, in Oberrathen geht es etwas kräftiger den Berg hinauf, die Bahnschranke ist geschlossen, so dass wir auch keinen Anlauf nehmen können. Schieben tut auch mal gut. Auch für unser Seelenheil wird gesorgt: In Wehlen gibt es sogar eine Radfahrerkirche. Der Nieselregen hat nachgelassen und wir kommen bei zaghaften Sonnenstrahlen in Pirna an. In Pirna radeln wir einmal einen Bogen durch die Altstadt. Schöne alte Bürgerhäuser mit Erkern und Giebeln gibt es zu sehen. In einem Cafe am belebten Marktplatz gibt es die notwendige Stärkung. Dann geht es linkselbisch weiter. In Kleinzschachwitz lege ich eine kleine Gedenkminute ein, weil meine Mutter, die einen Teil des Krieges in Dresden verlebte, mir oft davon erzählt hat. Auf der anderen Seite der Elbe liegt das Schloß Pillnitz. Als ich es fotografiere, schiebt sich dazu noch einer der altertümlichen Elberaddampfer ins Bild. Ein Stück weiter will ich nochmals fotografieren. Ich fahre rechts ran, hole den Fotoapparat heraus, hebe ihn ans Auge und dann tut es einen Schlag, der mich fast umhaut. Norbert, der so 150 Meter hinter mir war, hat mich voll gerammt. Er hat wohl einen kleinen Minutenschlaf gehalten. Man sieht mal wieder, wo die wahren Gefahren bei einer solchen Tour lauern: es sind die radelnden Freunde! Und dann sind wir schon in Dresden, fahren an der Stahlbrücke „Blaues Wunder“ vorüber und schieben dann ab der Carolabrücke die Räder durch das Menschengewimmel in der Altstadt. Die Renovierung der Frauenkirche, die ich noch als Trümmerhaufen erlebt habe, hat gute Fortschritte gemacht. Nur der Turm ist noch eingerüstet. Augustusstraße – Hofkirche – Semperoper. Dann besteigen wir wieder die Räder und begeben uns auf den Fahrradweg, den wir leider ganz schnell wieder verlieren, um uns dann im Messegelände zu verirren. Zwei freundliche Polizisten weisen uns dann den richtigen Weg über die Flügelwegbrücke. Dann fängt es mal wieder an richtig zu regnen. Wir legen daraufhin an der Mühle bei Gohlis eine Pause ein. Dort gibt es einen Biergarten mit einem netten Wirt, der nicht nur ein Herz für Radfahrer, sondern auch ein Gästebuch hat, in dem sich „Legionen von Radfahrern“ eingetragen haben. Wir treffen dort drei Radler, die mit dem Zelt von Prag herkommend, die Elbe abwärts fahren und einen etwas abgeschafften Eindruck machen. Die Kälte, der Regen und der Wind haben ihnen zugesetzt. Die Strecke kann eigentlich nur mit relativ wenig Gepäck befahren werden. Und dann geht es über die Eisenbahnbrücke bei Niederwartha nach Altkötzschenbroda. Edgar hat sich schon seit Tagen auf Altkötzschenbroda gefreut. Zu Recht. Ein ganz nettes schnuckeliges Dörfle mit unzähligen Kneipen und stilvollen Gasthäusern, Galerien, schönen Geschäften (Kunsthandwerk) und einem Hotel „Goldener Anker“ (mit Ballsaal), in dem wir übernachten. Außerdem ist Altkötzschenbroda der Ort, in dem 1645 der Friedensvertrag zwischen Sachsen und Schweden unterzeichnet wurde – na bitte! Am Abend scheint freundlicherweise die Sonne. Edgar marschiert trotzdem los und kauft einen wärmenden Wollpullover. Heutige Tagesetappe 64 km. Am 27.05.2004 ist es morgens „heiter bis wolkig“, kühl, aber etwas wärmer als gestern. Edgar kauft Sonnencreme und ich fahre zum ersten Mal auf dieser Tour mit kurzer Hose! Wir fahren rechtselbisch Richtung Meißen. Schon von ferne sehen wir Burg, Dom und Schloss. Wir überqueren die Elbe, holpern mit unseren Rädern durch die Altstadt und schieben sie dann zur Albrechtsburg hinauf. Dort scheint dann auch mal wieder die Sonne. Nach einer Pause auf dem Domplatz, bei der wir die Domherrenhöfe bewundern, besichtigen wir den Dom. Dann geht’s wieder steil hinab zur Elbe, die wir überqueren und an der wir rechts weiterfahren. Bei Merschwitz eine Rarität: Der Fahrradweg führt über eine (kleine) Treppe. Der Radweg heute ist von höchst unterschiedlicher Qualität – und teilweise recht holprig. Dietrich wird ordentlich durchgeschüttelt. Auf der Elbe sehen wir einen tschechischen Schlepper der sich mühsam, aber erfolgreich mit drei Kähnen im Schlepp gegen die starke Strömung der Elbe durchsetzt. Die Elbe ist zwar schon lange schiffbar, aber erst seit Decin sehen wir ab und zu Frachtschiffe. Seit Pirna gibt es dazu immer wieder Ausflugsdampfer bzw. seit Dresden Kreuzfahrtschiffe. Bei Mühlberg setzen wir mit der (Gierseil-)Fähre über und fahren nach Belgern, um dort zu übernachten. Unmittelbar hinter dem Stadttor „fällt Dietrich vom Rad“. Warum ist allen nicht ganz klar. Er meint, er sei erschöpft gewesen und habe nicht aufgepasst. Jedenfalls versetzt er uns einen ganz schönen Schrecken. Wir finden dann (im zweiten Anlauf) eine Pension, die sich dadurch auszeichnet, dass die Haustür zwar normal hoch ist, die Flurtüre aber niedriger ist. Ich trete bepackt in das Halbdunkel ein und donnere mit dem Kopf gegen den Türbalken. Eine kräftige, blutende Hautabschürfung ist die Folge. (Der Türbalken nimmt zum Glück keinen Schaden! Das Haus steht noch.) Am Marktplatz steht vor dem roten Rathaus eine etwas unproportionierte sechs Meter hohe, alte Roland-Statue (sehenswert) und ein besuchenswertes Hotel „Alte Post“, in dem wir gut essen. Die heutige Tagesetappe betrug 71 km. Am 28.05.2004 starten wir wieder um 9.00 Uhr. Es ist leicht bewölkt. Wir werden wieder den ganzen Tag Gegenwind haben. Unsere erste Station ist Torgau – ein Zentrum der Reformation. Schon von ferne sind die Türme von St. Marien und Schloss Hartenfels zu erkennen. Zunächst fahren wir im großen Bogen zum Stadtkern und zum Marktplatz, auf dem gerade tatsächlich ein Markt stattfindet. Am Marktplatz das imposante Renaissance Rathaus, umgeben von unzähligen anderen alten, stilvoll renovierten Gebäuden. Dann geht es zum Schloss Hartenfels, dem ältesten Renaissanceschloss Deutschlands. Über den Bärengraben (mit Bären) gelangen wir in den Innenhof. Dieser hat eine besondere Atmosphäre, er strahlt eine große Ruhe aus, auch wenn sich dort doch recht viele Menschen bewegen. Wir bewundern den Großen Wendelstein, ein großes, repräsentatives, spiralförmiges, mit vielen Ornamenten geschmücktes Treppenhaus aus Elbsandstein. Man kann sich gut vorstellen, wie hier in der Vergangenheit prunkvolle Feste gefeiert wurden. Bei der Weiterfahrt durch die Stadt kommen wir dann noch an dem Haus vorbei, in dem Katharina von Bora, Luthers Ehefrau, starb. An der Elbe erhebt sich das Denkmal, das daran erinnert, dass sich hier am 25.04.1945 die russischen und die amerikanischen Truppen trafen. Weiter geht’s im Zickzack zwischen Feldern (mit Mückenschwärmen, aber ohne Schwalben) „über die Dörfer“ mit holprigen gepflasterten Straßen nach Pretzsch. Dort setzen wir mit der Gierseilfähre über. In Elster legen wir bei einem Italiener eine Pause ein. Norbert bestellt natürlich dann kein Radler, sondern ein „bierra ciclista“! Während wir dort auf der Terrasse sitzen und uns erfrischen, kommt ein tschechischer Schubschiffverband, der sich gegen die starke Strömung der Elbe voranschiebt. Das Schubschiff wird aber nicht durch eine Schraube, sondern durch ein großes Schaufelrad am Heck angetrieben. So etwas haben wir auch noch nicht gesehen! Dann geht es weiter in die Lutherstadt Wittenberg. Dort übernachten wir im Hotel Piesteritzer Hof – gut! Die heutige Tagesetappe beträgt 69 km. Am 29.05.2004 haben wir uns den Vormittag für die Besichtigung der Stadt vorgenommen. Von unserem Hotel im sehr schön sanierten und restaurierten früheren Arbeiterbezirk Piesteritz aus fahren wir in die Stadt und stellen fest, dass wir etwas früh dran sind. Alles ist noch geschlossen. Wir fahren erst einmal durch die Gassen, um uns einen Überblick zu verschaffen, schauen am Marktplatz das Luther- und Melanchthondenkmal an, inspizieren die Collegienstraße und können dann zunächst die Stadtkirche, in der Luther predigte und daran anschließend die Schlosskirche besichtigen. In dieser Kirche kaufen wir dann auch noch einen Druck der 95 Thesen, die Luther seinerzeit an die Tür des Nordportals „anschlug“. Um 12.00 Uhr starten wir zur Weiterfahrt. Zunächst einmal geht’s über 10 km der Landstrasse nach bis Coswig / Anhalt. Wir setzten dann mit der Gierseilfähre über. Ab Wörlitz geht’s dann auf dem Damm weiter, dann durch den Wald nach Dessau, wo wir dem Bauhaus einen kurzen Besuch abstatten. Wir entschließen uns, die Kühnauer Straße zu benutzen, kommen nach Aken und setzen dort mit der Gierseilfähre wieder über auf die andere Elbeseite. In Steutz stimmt der Streckenverlauf nicht ganz mit der Karte überein, das macht aber nichts, es geht dann weiter rd. 7 km durch den Wald bis Tochheim. Bei Ronney setzen wir mit der Gierseilfähre wieder über und kommen nach Barby. Der heutige Tag ist der Tag der Störche. Schon ab Pirna haben wir immer einzelne Störche gesehen. Heute erleben wir eine richtige Storchenversammlung. Schön! So etwas kennen wir aus Stuttgart nicht! Zum Glück haben wir schon am Mittag per Handy unser Quartier gebucht. Es gibt verschiedene Feste und Feiern am Ort – Quartiere sind knapp. Die heutige Tagesetappe beträgt 70 km. Am 30.05.2004 starten wir um 9.00 Uhr zur letzten Etappe. Wir fahren über die Eisenbahnbrücke und dann auf Wald- und Feldwegen über Gödnitz, Dornburg, Pretzien, Plötzky, Grünewalde, Pechau und nach Prester. Dort trinken wir noch ein stärkendes Radler und laufen dann in Magdeburg ein. Die heutige Tagesetappe beträgt 35 km. Insgesamt haben wir damit 693 km zurückgelegt. Am Hauptbahnhof wartet schon Martin mit dem Kleinbus, um uns wieder heim zu bringen. Bewertung: Es ist sowohl in Tschechien, wie auch in Deutschland eine von der Landschaft her sehr reizvolle Strecke mit vielen sehr schönen alten und sehenswerten Städten und Dörfern. Wir haben in den Städten jeweils Rundgänge gemacht und möchten das auch weiter empfehlen. Es gibt in den Gässchen immer wieder etwas zu entdecken. In den Naturschutzgebieten, die z.T. Urwaldcharakter haben, ist auch mit dem Fahrrad ein unmittelbares Naturerleben möglich. Es ist auch möglich, die Entwicklung der Elbe von einem kleinen Gebirgsfluss zur befahrenen Wasserstraße mit zu vollziehen. Aber: Der Elberadweg ist in Tschechien nicht mit anderen Radwegen z.B. Donau oder Rhein zu vergleichen. Die „Labská cyklotrasa“ verläuft in Tschechien überwiegend nicht auf eigenen , besonders angelegten Wegen, sondern auf – überwiegend mäßig befahrenen – Landstraßen. Dazu muss aber angemerkt werden: Wir haben (anders als vor einigen Jahren in Ungarn) mit den anderen Verkehrsteilnehmern eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Die Lastwagenfahrer waren immer sehr rücksichtsvoll, bremsten ab, drängelten nicht und hielten beim Überholen immer einen guten Sicherheitsabstand ein. Das gilt im Wesentlichen auch für die Pkw-Fahrer. Die Busfahrer scherten merkwürdigerweise oft nach dem Überholen zu schnell wieder ein, so dass wir einige Male abbremsen mussten. Ja, und dann gab es noch ein paar wenige Motorradfahrer, die wie der Blitz von hinten auftauchten an uns recht nah vorbeidonnerten und wieder entschwanden.....Aber die gibt es ja überall! Die Qualität der Wald- und Feldwege ist zum Teil katastrophal. Dies gilt insbesondere für den Abschnitt Kolin – Melnik. Unsere Tour war allerdings vor allem auch durch schwierige Witterungsverhältnisse geprägt, die den Zustand der Wege nochmals verschlechterten. Eine gute Kondition, ein sehr stabiles Rad mit Federgabel und Sattelfederung und gutes Kartenmaterial (s.o.) ist unbedingt notwendig. Ein Mountainbike wäre für die schlechten Wegabschnitte fast besser geeignet! Kleinere Etappen (als die unsrigen) könnten z.B. auch die Bewältigung der Strecke erleichtern. Die Tour ist in Tschechien für Kinder ungeeignet. Wer aber bereit ist, sich auf etwas erschwerte Bedingungen einzulassen, hat ein echtes, bleibendes und lohnendes Erlebnis. Es hat sich gelohnt, die Strecke zu fahren!

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Hallo Radler, wir sind an Pfingsten 2004 den Elberadweg von der Quelle bei Spindlermühle bis nach Decin nahe der tschechisch-deutschen Grenze geradelt. Hier einige Infos dazu die natürlich nur unsere eigenen Erfahrungen widerspiegeln und nicht verbindlich sind: 1. Wie kommt man hin? Am besten mit dem Auto. Die Fernstraßen in Tschechien sind meist gut und mit wenig Verkehr. Bus- und Bahnverbindungen sind auch ok, aber um an die Elbquelle nach Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) zu kommen muss man oft umsteigen. Mit den Rädern in Bussen und Bahnen ist das nicht so einfach und zeitaufwändig. 2. Orientierung Der Labe-Radweg (Nr. 24 und ab Melnik Nr. 2) ist ohne gute Karten kaum zu machen. Die Hinweisschilder sind vor allem im oberen Teil bis etwa Kolin äußerst selten und nicht besonders hilfreich. Es gibt aber unter der Adresse www.cykloserver.cz/CykloServer/CsSIZbr.Asp?intRubrKis=1005 im Internet Kartenmaterial für den gesamten Labe-Radweg in sehr gutem Maßstab ( Labska trasa). Trotz guter Karte - ohne sich mal zu verfahren kommt man unserer Erfahrung nach nicht durch. 3. Wegequalität Der Labe-Radweg wird fast immer dicht an der Elbe geführt aber man kann oft auf Landstraßen etwas abseits der Elbe besser vorankommen. Zwischen Hostinne und Dvur Kralove gibts eine lange zähe Steigung, sonst geht es meist eben oder leicht hügelig dahin. Straßen mit mehr oder weniger Verkehr wechseln mit Rad- und Feldwegen ab. Die Straßen sind meist mit gemeinen Schlaglöchern und/oder Kopfsteinpflaster versehen und oft bestehen die Radwege nur aus engen, sandigen oder lehmigen Angler -Trampelpfaden dicht an der Elbe. In den Städten schwimmt man fast ausschließlich im Verkehr mit. Die kleinen Landstraßen sind meist nicht sehr befahren, aber Achtung: Die LKW fahren oft wie der Teufel! Gut ist, dass die Straßen häufig ziemlich breit sind und es rechts neben der Randmarkierung genug Platz gibt. Erst ab etwa Melnik gibt es wirklich gut ausgebaute Radwege. Es wird allerdings überall heftig gebaut. Allgemein braucht man für den Labe-Radweg ein sehr stabiles Rad, gut befestigtes Gepäck und Erfahrung mit dem Fahren mit Gepäck auf schlechten Wegen und im Verkehr. 4. Übernachtung und Verpflegung In den Städten gibt es Hotels, Pensionen, Restaurants, etc und die auch bei uns bekannten Supermärkte. Alles ist deutlich billiger als bei uns, vor allem Lebensmittel und Übernachtungen. Das Essen in den Restaurants war immer ordentlich wenn auch nicht gerade Sterne-verdächtig. (Besonders gut können die Tschechen unserer Meinung nach Bier, Knödel, Kraut und Süßspeisen.) Einheimische nach guten Restaurants oder Pensionen fragen! In den kleinen Orten gibt es wie bei uns auch kaum Übernachtungsmöglichkeiten und nur mehr selten einen Einkaufsladen. Unterkünfte lassen sich z.B. unter http://de.pensionhotel.cz/ finden. In Kolin bekommt man kaum Unterkunft, da die Stadt sozusagen von Monteuren besetzt ist ( Bau eines Automobilwerks...). Viele ältere Tschechen sprechen Deutsch. Die jüngeren sprechen teilweise Englisch aber weniger Deutsch. Ein paar Brocken Tschechisch sollte man aber schon können, (Wörtebuch nicht vergessen) dann klappt die Kommunikation recht gut. Wir haben übrigens nie unfreundliche Leute erlebt. 4. Sightseeing Man kann von Spindlermühle aus etwa 5 km mit dem Rad Richtung Elbquelle radeln (guter Weg!) und dann noch etwa 5 km durch den Elbgrund zur Elbquelle zu Fuß wandern. Der Weg ist absolut lohnend! Sehenswert sind die Innenstädte mit ihren böhmischen Marktplätzen (Z.B. Hradec Kralove, Kolin und Roudnice). Ansonsten ist das gesamte Elbtal landschaftlich schön und abwechslungsreich (die Industrieanlagen gehören für uns eben auch zum Bild einer Landschaft). Wir fanden auch den Gegensatz zwischen ex-sozialistischem Zerfall und überall sichtbarem Wiederaufbau und Neubeginn interessant. Die Steigung nach Melnik hinauf sollte man sich antun: Die Aussicht ist toll! 5. Fazit Den Labe-Radweg sollte man auf jeden Fall radeln, wenn man ein bisschen Abenteuer und schlechte Wege nicht scheut. Und man sollte es tun, solange Tschechien nicht ganz der europäischen Gleichmacherei verfallen ist... Noch eine Anmerkung: In Tschechien gibt es mengenweise bellende Wachhunde! Das Gute ist, sie sind (fast) immer hinter einem Zaun eingesperrt... Viel Spaß beim Entdecken eines besonderen Radwegs!

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